Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Maddie im Satiremagazin Titanic
Empörung in Großbritannien: Die Satire-Zeitschrift "Titanic" veröffentlichte eine fingierte Anzeige, in der mit Maddie-Logo für Lebensmittel und ein Suchspiel geworben wird. "Krank" und "verletzend" sei das, protestieren die Eltern und denken nun über rechtliche Schritte nach.
Darf Pressefreiheit soweit gehen?
Wo endet die Satire und fängt die Geschmacklosigkeit an?
Ich finde das nur noch geschmacklos. Sich über ein vermutlich totes Kind lustig zu machen, bzw. damit Profit zu erwirtschaften ist doch nur noch wiederlich.
Das Magazin sollte durch ein Gericht zu einer nicht unerheblichen Strafe verurteilt werden, damit sowas nicht nochmals vorkommen kann. Vorallem scheint der Chefredakteur ja auch nach dem Erscheinen des Magazins noch keine Einsicht zu zeigen. Was würde er machen, wenn sein Kind verschwindet und sich andere darüber lustig machen?
Hier endet auch für mich die Pressefreiheit.
Es ist geschmacklos, aber scheinbar wollte man da mal wieder einfach nur einen "Hingucker" haben. Ätzend...
Ich find langsam eh lächerlich, was man alles unter Pressefreiheit packen will. Darf jetzt jeder alle möglichen Grenzen überschreiten und sich immer wieder darauf berufen, dass es ja eine Pressefreiheit gibt? :down:
schneggi
02.11.2007, 19:34
ich hab davon auch gehört, und ehrlich gesagt weiß ich noch nicht, wie ich das finde. für die Eltern natürlich schlimm, gar keine Frage. aber andererseits haben sie doch damit angefangen, die Bilder in der ganzen Welt zu zerstreuen. es ist doch durchaus üblich, dass man vermisste Kinder auf Brötchentüten und Milchverpackungen sieht.
der Redakteur sagt:"... wir reagieren nur. Wenn ein ganzer Kontinent mit diesen Maddie-Bildern zugekleistert wird, dann muss man das aufgreifen dürfen."
tja, die Frage ist halt immer, wo die Satire aufhört...oder ab wann der Einzelne es nicht mehr lustig findet. und das ist sehr subjektiv. bei dieser Sendung mit Krüger kam letztens der Spruch - sinngemäß: Prinz Harry soll so wohl viel saufen, der hätte seine Mutter damals auch selber fahren können... fand ich auch nich lustig :(
wer sich so in die Öffentlickeit drängelt wie Maddies Eltern, der braucht sich über Spott und Häme nicht zu wundern
wer sich so in die Öffentlickeit drängelt wie Maddies Eltern, der braucht sich über Spott und Häme nicht zu wundern
Sorry, aber was kann das Kind dafür? Man darf jetzt also Witze über ein vielleicht totes Kind machen, weil es die Eltern verdient haben? Die Logik ist mir zu hoch...
wer sich so in die Öffentlickeit drängelt wie Maddies Eltern, der braucht sich über Spott und Häme nicht zu wundern
das sehe ich nicht so. Entführt man mein Kind, würde ich auch alle öffentlichen Instrumente nutzen die ich bekommen kann. Man muss die Eltern nicht mögen und einige Dinge sind vielleicht auch etwas fragwürdig, aber diese Aktion geht eindeutig zu weit und sie ist abartig. Mit dem Schmerz anderer Menschen Auflage zu machen ist widerlich.
ich hab davon auch gehört, und ehrlich gesagt weiß ich noch nicht, wie ich das finde. für die Eltern natürlich schlimm, gar keine Frage. aber andererseits haben sie doch damit angefangen, die Bilder in der ganzen Welt zu zerstreuen. es ist doch durchaus üblich, dass man vermisste Kinder auf Brötchentüten und Milchverpackungen sieht.
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Das ist doch aber was anderes. Damals wurden Bilder der Kinder auf alle möglichen Tüten gedruckt, damit man das nicht vergißt und sie sollten bei der Suche helfen.
In dem Fall ( so wie ich es in Erinnerung habe ), handelte es sich um eine Werbeanzeige mit dem sinngemäßen Inhalt ... Maddie findet man überall im Supermarkt. Und es wurde Maddies Gesicht auf Kinderschokolade, Zwieback usw. gezeigt.
Das ist für mich Verarsche und absolut geschmacklos, auch wenn die Eltern so pressegeil sind.
Sorry, aber was kann das Kind dafür? Man darf jetzt also Witze über ein vielleicht totes Kind machen, weil es die Eltern verdient haben? Die Logik ist mir zu hoch...
Nee, so hab ich das ja nicht gemeint. Das Kind kann nix dafür.
Aber wer selbst schon mal die Titanic gelesen hat, der kennt deren schwarzen Humor. Und ich liebe ihn.
In Amiland ist es ja üblich, Bilder von vermissten Personen auf Milchkartons usw. abzudrucken.
Titanic hat somit einfach diesen Medienrummel auf die Schippe genommen. Ich finds nicht schlimm. Schlimmer fand ich die Bilder in der Bild von geköpften und erschossenen Soldaten, wo sich die Bundeswehrsoldaten wie Trophäenjäger präsentierten. Sowas ist menschenverachtend.
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