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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Die DDR und ihre Folgen


manni-mammut
30.12.2008, 03:04
Also ich bin DDR-Bürger und wir hatten immer satt zu Essen.
Ich hatte einen Job, wie meine Frau auch.
Kinder wurden kostenlos in Kindergärten und Horts versorgt.
Es war fantastisch, bis die Grenze aufging!
Wir konnten zwar überall hin sind aber wie viele Wessis nun
fast alle Arbeitslos. Na nun bin ich Rentner und kassiere wieder ab.
Bin aber nicht stolz auf diesen Kapitalismus!

Mohrle
30.12.2008, 13:52
Sagen wir mal so, im Nachhinein kann man vieles schönreden.

Vom Prinzip her hast Du Recht, wir hatten zu essen und wir hatten Arbeit. Auch die Kinderversorgung in Krippe, Kindergarten und Hort war sehr gut und vor allen Dingen preisgünstig.

Aber es gab auch Probleme, die man nicht vergessen sollte. Zum einen war es schon fast eine Unmöglichkeit eine Wohnung zu bekommen. Wenn man nicht verheiratet war bzw. verheiratet mit Kind, hatte man doch gar keine Chancen auf eine eigene Wohnung. Gut, wenn man die Wohnung hatte, dann war sie auch bezahlbar. Und vor allen Dingen, man musste sich nie so Gedanken über Wasser, Strom und vor allen Dingen Heizung machen, man konnte das bezahlen.

Wenn ich nur dran denke das meine erste Wohnung 1991 ganze 27 Mark Miete gekostet hat.
Gut, ich sehe ein damit ist keine Wohnung zu finanzieren.
Aber irgendwie stimmt heutzutage auch das Verhältnis Einkommen und Wohnkosten incl. Nebenkosten nicht.

Was ich auch besser gefunden habe, war das System mit den Ärzten. Man ist zum Arzt gegangen, wenn man ihn benötigt hat. Man brauchte kein Geld für bezahlen und auch keine Überweisung von irgendeinem Hausarzt. Wenn Dir der Arzt nicht gepaßt hat, dann ist man halt zu einem anderen gegangen. Man legte sein Sozialversicherungsbuch vor und gut war es. Außerdem hatte man immer Medikamente ohne Zuzahlung bekommen. Wenn man ne Erkältung hatte, ab zum Arzt und Rezept geholt. Man hatte dann vernünftiges Zeug. Heute verschreibt kaum ein Arzt solche Mittel und in der Apotheke blättert man dafür ein kleines Vermögen hin.

Im Großen und Ganzen ist es mir in der DDR nicht schlecht ergangen. Ich hatte meine Ausbildung, meine Lehre, meine Arbeitsstelle ohne lange Rennerei. Ich wohnte bei meinen Eltern ( mit 20 ja auch noch normal ) und hatte immer eine warme Wohnung und zu essen. Von Verfolgung durch die Stasi bzw. irgendwelche Beeinträchtigungen, weil meine Eltern keine Parteimitglieder waren bzw. ich es auch abgelehnt habe in die SED zu gehen habe ich nichts mitbekommen.

Aber ohne die Wende hätte ich auch viele Dinge nicht, die ich heute habe. Aber Fakt ist auch, ich brauchte mir um das tägliche Überleben nicht soviele Sorgen machen wie heute bzw. auch nicht so genau auf den Pfennig achten. Es gab wenig, also hatte man auch nicht unbedingt das Verlangen nach mehr.

Alles hat seine Vor- und Nachteile und stolz auf den Kapitalismus bin ich auch nicht.
Aber ich lebe nun einmal hier und kann es nicht ändern, es sei denn ich wandere aus. Aber auch da wird es Probleme geben, die vielleicht nicht so wie hier sind, aber irgendwie anderer Art.

Es bringt auch nichts alten Zeiten nachzutrauern.

User1025072
30.12.2008, 14:38
Das alles ist für mich sehr interessant zu lesen. Ich hoffe, es geben noch mehr ihre Meinung dazu ab.

Über das, was ich bis jetzt so vom Gesundheitssystem in Deutschland gehört habe, bin ich nicht wirklich begeistert. Wen mir bei uns ein Arzt nicht passt, dann such ich auch einen anderen. Allerdings sind z.B. bei uns die Wartezeiten bei Spezialisten etwas lange, ausser man bekommt eine Überweisung vom Hausarzt.

Mieten und Nebenkosten sind natürlich bei uns auch hoch, aber wenn ich es im Verhältnis zum Einkommen sehe, ist es bei uns angepasster, zumindest aus meiner Sicht. Das System ist ja eh ganz anders und nur schwer zu vergleichen.

Wie Mohrle sagt, Vor- und Nachteile gibt es überall, wenn es nicht das ist, ist es was anderes. Und es ist nun mal so, dass nicht alles Gold ist, was glänzt.

Markus
30.12.2008, 14:56
naja ich beweg mich da auf ganz dünnem Eis. Es war wohl auch so das die damalige UDSSR die DDR ja auch gut mitfinanziert hat? Es war ja auch ein strategisch wichtiges Land im Kampf gegen die Kapitalismus.

Was Manni so schreibt, dann könnte ich genauso sagen, baut die Mauer wieder auf, vor der Wende ging es uns Wessis doch noch ein Stück weit besser.

Tja es wird wohl noch Jahrzehnte dauern bis wir wirklich ein gesamtes Deutschland sind und vielleicht nur noch von Norden und süden sprechen.

Dione
30.12.2008, 15:21
Na ja, ein Staat muss irgendwie finanziert werden. Dass kostenlose Kinderunterbringung und sonstige Späße für Millionen von Bürgern nicht so einfach bezahlt werden kann, sollte jedem klar sein. Daher zählt die DDR für mich auch immer noch zum größten Feldversuch des Kommunismus, der fehlgeschlagen ist. Dass in der BRD vieles auch nicht (mehr) passt, gesteh ich ein und mich persönlich kotzt es tierisch an, was ich jahrelang als Student erleben durfte. Aber worüber meckern? In anderen Ländern -und wenn es nach meiner Oma gehen würde- hätte ich die Chance eine Uni zu sehen nie bekommen. Und auch das ist was, wo ich mich mit der DDR nie anfreunden könnte. Mag sein, dass man den SED Mist im normalen Leben nicht viel mitbekommen hat, aber eben auch nur, wenn man mehr oder weniger "konform" lebte. Ein Land, in dem ich ausgewiesen werden kann, oder mir sonstwas passieren könnte, weil ich eine andere politische Meinung habe, oder kundtue, ist für mich ein Gefängnis und kein "tolles Land", dass ich heroisieren muss.


Es bringt auch nichts alten Zeiten nachzutrauern.
Das ist der springende Punkt. Zurückblickend sieht vieles oft besser und toller aus, als es eigentlich vielleicht war.


Tja es wird wohl noch Jahrzehnte dauern bis wir wirklich ein gesamtes Deutschland sind und vielleicht nur noch von Norden und süden sprechen.
Kommt immer auf einen selbst an, für mich gibt es nur ein Deutschland, ich war grad mal ein paar Tage in der 1. Klasse als '89 die Bilder von Berlin in den Nachrichten kamen. Ich schimpf über die Ossis genauso viel wie über Pfälzer und Hessen, ich versteh sie genauso wenig wie die da oben im Norden oder an der Grenze zu Holland. Von daher...

Seepferdchen
30.12.2008, 16:16
ich frage mich nur, warum dann so viele DDR Bürger in den Westen wollten?
Dass bei uns auch nicht alles Gold war/ist und uns die gebratenen Tauben nicht in den Mund flogen/fliegen, dürfte wohl jedem klar sein.
Aber FREIHEIT ist für mich höchstes Gut!

Und Whale, freie Arztwahl haben wir auch!

User1025072
30.12.2008, 21:06
von Mohrle
Wenn Dir der Arzt nicht gepaßt hat, dann ist man halt zu einem anderen gegangen.

Ich habe aufgrund dieses Satzes angenommen, dass das mit der freien Arztwahl schwieriger ist wie bei uns.
Oder kommt es vielleicht darauf an, wie man versichert ist?


Wie es im Osten wirklich war, können wir, die wir nie dort gelebt haben, wohl alle relativ schlecht beurteilen.
Ich kann mich nur noch erinnern, dass meine Mutter (sie war Deutsche) sich über den Mauerfall sehr gefreut hat, so sehr, dass sie es selbst in ihrem Krankheitstagebuch erwähnt hat.

Racoon
30.12.2008, 21:11
Hmm, so genau weiß ich das gar nicht... ist es nicht so, dass man ohne Überweisung vom Hausarzt immer 10 EUR Praxisgebühr an den Facharzt entrichten muss?

Seepferdchen
30.12.2008, 21:33
Hmm, so genau weiß ich das gar nicht... ist es nicht so, dass man ohne Überweisung vom Hausarzt immer 10 EUR Praxisgebühr an den Facharzt entrichten muss?
ja, aber du kannst dir doch deinen Arzt trotzdem selbst aussuchen.
Mein Hausarzt schreibt mir ne Überweisung z.B. an einen Internisten,
dann kann ich zu dem gehen zu dem ich will.

schneggi
30.12.2008, 21:41
ich bemerke immer mal, dass diese Ost-West Sache auch ein Generationenproblem ist.

meine Ex-Schwiegereltern, Gott sei Dank bin ich die los - Wessies - hatten Vorstellungen, da hätt ich denen manchmal links uns rechts eine.... aber selber sind sie nie drüben gewesen. ach doch: einmal, zu ner Kaffeefahrt, da wurden sie ja an der Grenze diskriminiert und mussten ihre Handtschan aufmachen :clol: man gut, dass die nie in die USA einreisen muss :D das sind immer die größten Schwätzer gewesen, die genau wissen, wie es uns damals ging. da fielen Sprüche wie: die hatten auch alle Häuser..... ja warum denn auch nicht? auch bei uns gab es schon fließend Wasser und Strom aus der Steckdose :ja: oder: die haben ja da drüben eh immer nur geflüstert..... eine Schulkameradin meiner Tochter hat sie, als wir herzogen, mal gefragt, ob denn da nicht alle sächsisch reden :umkipp:

ich hab dort nicht gehungert und hatte n Dach überm Kopf - und das hatte so gut wie jeder. klar, es war dies billig und das billig, was Mohrle schon aufgezählt hat, Miete für 45 Mark.... nach dem Babyjahr wußte man, dass man seine Arbeit immer noch hat..... dass das nicht gut gehen konnte, war ja mal klar. jeder Scheiß war subventioniert... welcher Staat kann sich das auf Dauer aus eigener Kraft leisten? gute Beschreibung von Dione mit dem Feldversuch. (das mit dem Studieren hab ich allerdings nicht so ganz verstanden :cschaem:)

wir haben alle unser Auskommen gehabt. Ich hab damals im Kindergarten 600 Mark gehabt, das war schon gut. die Erzieher unterstanden wie die Lehrer der Volksbildung und uns gings nicht schlecht. aber wir konnten für die Kohle nix kaufen bzw kostete ein Farbfernseher 6000 Mark und ein Kassettenrecorder- ohne Radio :D 1600 :ygrins: aber wir hatten 2 davon :pfeif: was wollteste denn auch sonst mit der Kohle machen? Lebensmittel waren so billig, dass mit Milch und Brot die Schweine fettgefüttert wurden. Ware, die bei uns hergestellt was taugte, wurde für Devisen ins Ausland verscheuert.

NancyS
30.12.2008, 22:18
mhm,

lang lang ist es her,
damals war ich noch ziehmlich jung ...
was weiß ich über diese alte Zeit eigendlich noch?

spontan fällt mir ein, das wir fürs Brötchen beim Bäcker 5 Pfennige zahlen mussten, ein Brot kam damals 62 Pfennige und Pfannkuchen (auch bekannt als Berliner) kosteten damals 18 Pfennige :D

Grundnahrungsmittel und Dinge die man zum täglichen Leben brauchte, waren halt ziehmlich günstig, aber der krasse Gegensatz war aber auch, das Möbel und dieverse Elektrogeräte echt teuer waren ...

Positiv war es schon, das jeder einen Kindergrippen- oder Kindergartenplatz bekam,
das das Schulessen selbst bis zur 10.Klasse abgesichert war und angeboten wurde ...

negative Dinge gab es sicherlich jede Menge, aber kann ich da wirklich mitreden?
ich denke nein - denn ich war noch zu jung - meiner Meinung nach


Wünsch ich mir die DDR zurück?
ich denke NEIN!

User1025072
30.12.2008, 22:22
Ich weiss nicht genau, wie alt du bist Nancy, aber an solche Preise für Brot kann ich mich auch noch erinnern.

Das alleine kann es nicht sein.

Seepferdchen
30.12.2008, 22:26
stimmt, Whale, da kann ich mich auch noch dran erinnern............

... und für meine erste eigene Wohnung (2 Zimmer, Küche, Bad und Garage)
hab ich 100 DM Miete im Monat bezahlt, das war 1970

christebelle
31.12.2008, 10:54
Ich bin natürlich froh über die Wende, denn ohne sie hätte ich meinen Freund nie kennen gelernt :D Was ich so von ihm höre (er war ja auch nicht gerade alt, als die Mauer fiel) ist, dass es ihm als Kind immer ziemlich gut ging. Es gibt viele Dinge, die ähnlich waren, aber auch viele Unterschiede. Am meisten aber irritiert mich immer das Überwachungssystem (auch wenn jetzt wieder Leute aufspringen und sagen, heute im vereinten Deutschland haben wir ein ähnliches Überwachungssystem), denn ich kann mir nicht vorstellen, dass - übertrieben gesagt - jeder Schritt den ich mache theoretisch überwacht, kontrolliert und weitergegeben werden könnte. Andererseits ist es wie mit einem Tier im Käfig: Wer nie die Freiheit außerhalb gespürt hat, hat auch kein Verlangen danach. Was ich ganz oft von meinem Freund und seiner Familie auf meine Fragen höre (wir können uns da zum Glück sehr locker drüber unterhalten) ist der Satz "Wir haben nicht nachgefragt. Es war einfach so.". Dabei sollte es doch das oberste Ziel (einer Demokratie wohlgemerkt) sein, die Bürger mündig und kritikfähig zu machen, also quasi Kants Forderung zu verwirklichen, die schon im 18. Jahrhundert weltweit propagiert wurde.
Da man aber leider nicht alle Vorteile zu einer Staatsform zusammenpacken kann - dann wären wir nämlich in Utopia - müssen wir uns wohl damit abfinden, wie es jetzt ist, aber im Rahmen der bürgerlichen Möglichkeiten (Wahlen!) mitwirken. Denn ein Vorteil des Gesamtdeutschlands ist ja, dass wir freies Wahlrecht haben.

Wolff
31.12.2008, 12:41
Ich bin natürlich froh über die Wende, denn ohne sie hätte ich meinen Freund nie kennen gelernt :D Was ich so von ihm höre (er war ja auch nicht gerade alt, als die Mauer fiel) ist, dass es ihm als Kind immer ziemlich gut ging. Es gibt viele Dinge, die ähnlich waren, aber auch viele Unterschiede. Am meisten aber irritiert mich immer das Überwachungssystem (auch wenn jetzt wieder Leute aufspringen und sagen, heute im vereinten Deutschland haben wir ein ähnliches Überwachungssystem), denn ich kann mir nicht vorstellen, dass - übertrieben gesagt - jeder Schritt den ich mache theoretisch überwacht, kontrolliert und weitergegeben werden könnte. Andererseits ist es wie mit einem Tier im Käfig: Wer nie die Freiheit außerhalb gespürt hat, hat auch kein Verlangen danach. Was ich ganz oft von meinem Freund und seiner Familie auf meine Fragen höre (wir können uns da zum Glück sehr locker drüber unterhalten) ist der Satz "Wir haben nicht nachgefragt. Es war einfach so.". Dabei sollte es doch das oberste Ziel (einer Demokratie wohlgemerkt) sein, die Bürger mündig und kritikfähig zu machen, also quasi Kants Forderung zu verwirklichen, die schon im 18. Jahrhundert weltweit propagiert wurde.
Da man aber leider nicht alle Vorteile zu einer Staatsform zusammenpacken kann - dann wären wir nämlich in Utopia - müssen wir uns wohl damit abfinden, wie es jetzt ist, aber im Rahmen der bürgerlichen Möglichkeiten (Wahlen!) mitwirken. Denn ein Vorteil des Gesamtdeutschlands ist ja, dass wir freies Wahlrecht haben.

Von einer Demokratie sind wir weit entfernt. Demokratur passt da schon eher!
Politiker sind nur Marionetten der Wirtschaft und somit sind sie käuflich.
Was nützt also ein freies Wahlrecht, wenn sich die Mehrheit der Wähler zu Nichtwählern erklärt.
Also ist doch die Mehrheit "nicht" mit Dieser uns vorgegaukelten Politik einverstanden...:ynachdenklich:

Dione
31.12.2008, 14:20
Aber FREIHEIT ist für mich höchstes Gut!
:top:


ich hab dort nicht gehungert und hatte n Dach überm Kopf - und das hatte so gut wie jeder. klar, es war dies billig und das billig, was Mohrle schon aufgezählt hat, Miete für 45 Mark.... nach dem Babyjahr wußte man, dass man seine Arbeit immer noch hat..... dass das nicht gut gehen konnte, war ja mal klar. jeder Scheiß war subventioniert... welcher Staat kann sich das auf Dauer aus eigener Kraft leisten? gute Beschreibung von Dione mit dem Feldversuch. (das mit dem Studieren hab ich allerdings nicht so ganz verstanden :cschaem:)
Ich meinte damit, dass es ja auch noch in der heutigen Zeit genügend Beispiele gibt, wo man als Frau nicht mal eine Uni von innen sehen darf. Das war zwar in der DDR nicht so, aber auch da gab es ja mehr oder weniger Restriktionen, wer an die Unis darf und wer nicht. Ich hätte damals sicher keine Uni betreten dürfen. :D

Von einer Demokratie sind wir weit entfernt. Demokratur passt da schon eher!
Politiker sind nur Marionetten der Wirtschaft und somit sind sie käuflich.
Was nützt also ein freies Wahlrecht, wenn sich die Mehrheit der Wähler zu Nichtwählern erklärt.
Also ist doch die Mehrheit "nicht" mit Dieser uns vorgegaukelten Politik einverstanden...:ynachdenklich:
Ohne Worte, wirklich. Du benutzt ein Wort, dass zumindest in der heutigen Zeit bzgl. Deutschlands oft von Extremisten - ob rechts oder links - genutzt wird, um den deutschen Staat zu beschreiben? Na super... Und was die Mehrheit der Deutschen, die wahlberechtigt sind, betrifft, wo sind die gegen die aktuelle Politik? Bis auf EU-Wahlen liegt die Wahlbeteiligung im Schnitt (weit) über 50%, soviel zur "Mehrheit", die zu Nicht-Wählerin wird.

Racoon
31.12.2008, 14:52
Da fällt mir der politische Kabarettist Volker Pispers ein, was er zu den Bürgern und somit den Wählern sagt. Er erwähnt, "dass 70% der Deutschen mit der Regierungsarbeit unzufrieden sind, aber ebenfalls 70% Angela Merkel einen guten Job attestieren." :D

Apropos Volker Pispers, der trifft recht oft den Nagel auf dem Kopf, wie bei seinem jüngsten Auftritt:
YouTube - Volker Pispers Mitternachtsspitzen 20 12 08

Wolff
31.12.2008, 15:57
:top:


Ich meinte damit, dass es ja auch noch in der heutigen Zeit genügend Beispiele gibt, wo man als Frau nicht mal eine Uni von innen sehen darf. Das war zwar in der DDR nicht so, aber auch da gab es ja mehr oder weniger Restriktionen, wer an die Unis darf und wer nicht. Ich hätte damals sicher keine Uni betreten dürfen. :D


Ohne Worte, wirklich. Du benutzt ein Wort, dass zumindest in der heutigen Zeit bzgl. Deutschlands oft von Extremisten - ob rechts oder links - genutzt wird, um den deutschen Staat zu beschreiben? Na super... Und was die Mehrheit der Deutschen, die wahlberechtigt sind, betrifft, wo sind die gegen die aktuelle Politik? Bis auf EU-Wahlen liegt die Wahlbeteiligung im Schnitt (weit) über 50%, soviel zur "Mehrheit", die zu Nicht-Wählerin wird.

Lassen wir doch mal das ganze links/rechts Getue, daß spielt doch überhaupt keine
Rolle, für mich jedenfalls nicht, auch die Farben sollte man im Malkasten lassen und die sogenannte Politik mal von der realen Seite betrachten...

„Wer glaubt, exponentielles Wachstum geht in einer begrenzten Welt immer weiter, ist entweder ein Verrückter, oder ein Ökonom!"
das sagte Kenneth Boulding

EA Rauter - Über das Herstellen von Untertanen

Punkt 3) auf Seite 2
Zum Machen von Dingen verwendet man Werkzeuge. Das Werkzeug, mit dem Menschen gemacht werden, ist die Information.:ynachdenklich:

Seite 1
http://schulprojekte.blog.de/?tag=herstellen-von-untertanen

der Rest auf Seite 2

http://schulprojekte.blog.de/2006/03/25/ea_rauter_uber_das_herstellen_von_untert~673955&page=2

:ynachdenklich:

schneggi
31.12.2008, 16:04
also zu meiner Zeit war das nicht mehr so krass. man musste weder in der Partei sein noch Stasiverwandte haben oder ich weiß nicht, was da sonst so an Vorurteilen rumgeistert, um studieren zu dürfen. man durfte "nur nicht negativ aufgefallen sein" wenn ich das mal so sagen darf :D

User1025072
31.12.2008, 16:06
Zu den Wahlen, wenn das vielleicht auch nicht ganz hierher gehört.

Wenn ich die deutschen Wahlen mit dem Schweizer Wahl- und Stimmrecht vergleiche, dann habe ich für Deutschland, sorry, nur ein müdes Lächeln übrig.

Ihr habt so gut wie gar nix zu sagen.

Racoon
31.12.2008, 16:13
Zu den Wahlen, wenn das vielleicht auch nicht ganz hierher gehört.

Wenn ich die deutschen Wahlen mit dem Schweizer Wahl- und Stimmrecht vergleiche, dann habe ich für Deutschland, sorry, nur ein müdes Lächeln übrig.

Ihr habt so gut wie gar nix zu sagen.

Das stimmt... wir wählen für uns die Volksvertreter und diese entscheiden dann... :D
Aber ich habe das Gefühl, dass wenn wir die Möglichkeit besäßen wie die Schweiz an einigen Gesetzen mitbestimmen zu dürfen, gebe es letztenendes keinen Unterschied. :ja:

User1025072
31.12.2008, 16:26
Aber so wie es jetzt ist, ist der Unterschied enorm, finde ich zumindest.

Auch wenn's immer mal wieder nicht so ausfällt wie ich es vielleicht gerne hätte, so habe ich doch meine Stimme abgegeben und muss akzpetieren, dass die Mehrheit was anderes will.

Zumindest habe ich das Gefühl, ich kann was sagen, es wird nicht einfach über mich bestimmt.

Und es sind ja nicht nur die grossen Abstimmungen, von denen ihr vielleicht ab und zu auch was hört, das geht auf Gemeindeebene schon los.

manni-mammut
07.01.2009, 01:25
ich frage mich nur, warum dann so viele DDR Bürger in den Westen wollten?
Dass bei uns auch nicht alles Gold war/ist und uns die gebratenen Tauben nicht in den Mund flogen/fliegen, dürfte wohl jedem klar sein.
Aber FREIHEIT ist für mich höchstes Gut!

Gerade das war es, von was man sich immer blenden lassen hat.
Ich wollte nur Reisefreiheit mehr nicht. So dachten viele, die aber
nicht weiter dachten. Danach ging es bergab
Ich hatte Glück und bin Weihnachten 89 sogar aus dem "Auffanglager"
Oldenburg (wie in DDR-üblich) "Schwarztaxi" mit meinem Lada gefahren.
3 Fahrten und 35 DM Cash. Danach habe ich eine Wohnung bekommen,
Familie nachgeholt und Arbeit beim Hermes-Versand, wo ich nun nach
15 Jahren nun meine Rente empfange. Zwischendurch habe ich auch
meinen Reisefreiheit genutzt und mit über 35 Auslandsreisen gelöscht.
Jetzt, wo die Rente gewährt ist, sind Planungen zum 5.und letzten
Kontinent geplant.
Also der Weg nach Westen mußte sein, obwohl es nicht immer besser
war! Dennoch empfinde ich immernoch Heimweh

Wolff
12.01.2009, 10:56
naja ich beweg mich da auf ganz dünnem Eis. Es war wohl auch so das die damalige UDSSR die DDR ja auch gut mitfinanziert hat? Es war ja auch ein strategisch wichtiges Land im Kampf gegen die Kapitalismus.

Was Manni so schreibt, dann könnte ich genauso sagen, baut die Mauer wieder auf, vor der Wende ging es uns Wessis doch noch ein Stück weit besser.

Tja es wird wohl noch Jahrzehnte dauern bis wir wirklich ein gesamtes Deutschland sind und vielleicht nur noch von Norden und süden sprechen.


Hallo Markus, du schreibst ja selbst, du befindest dich auf dünnem Eis, in der Tat!

Nein, die damalige UDSSR hat die DDR nicht mitfinanziert, sie hat alles was nicht sein musste, rausgeholt. Die damalige DDR hat ja den letzten Weltkrieg nicht allein verloren, dass ist dir ja sicher bekannt. Das gesamt Deutschland den Krieg verloren hat müsste ja jeden klar sein. Aber ihr hattet die Amerikaner, die euren Wiederaufbau unterstütz haben!
Wir hatten die Russen als Besatzungsmacht und somit war das Schicksal der DDR besiegelt. Alles was zuviel produziert wurde ging nach Russland!
(Die sogenannten Reparationskosten)
Das war auch einer der Hauptgründe warum alles ganz knapp oder gar nicht vorhanden war. Das Volk hatte das Maul zuhalten!
Ich will hier keinen Roman über das Ost - West Verhältnis schreiben, aber Euer Kapitalismus war ja schon kurz vor der Wiedervereinigung am Ende.
Sicher kostet diese Geschichte viel Geld und wer gibt schon gern ab?

Es ist immer der Steuerzahler, der alles finanzieren muss und es tut ja auch vielen wirklich weh wenn das liebe und hart erarbeitete Geld für den eigenen Bedarf weniger wird, und das Volk vorgegaukelt bekommt, der Ostaufbau sei Schuld.:no:

Nee nee, so ist es nicht ganz, wer so denkt befindet sich auf einem Irrweg.

Aber da hast du eher Recht, es wird wohl noch einige Jahrzehnte dauern.:zwinker:

Ich trauere der DDR nicht nach und bin froh darüber das die Wiedervereinigung so abgelaufen ist und es gab für mich keinen einzigen Grund meine Heimat zu verlassen.

Mehr Arbeit mehr Freiheit, mehr Geld mehr Macht, mehr Macht mehr Unterdrückung, mehr Unterdrückung mehr Billigjobs, (Zwangsarbeit):ynachdenklich:
mehr Sicherheit (für wen) mehr Schäuble mehr Diktatur?:gruebel:
Für die Arbeitssklaven sicher nicht, die brauchen keinen Schutz.

Die Freiheit des Volkes passt in eine Streichholzschachtel!
Ich als eingefleischter Ossi hab meine Zukunft wenigsten schon mal erlebt.:ygrins:

schneggi
12.01.2009, 11:08
....Ich als eingefleischter Ossi hab meine Zukunft wenigsten schon mal erlebt.:ygrins:

:rofl: ja so hab ich das noch garnicht gesehen :five:

Wolff
12.01.2009, 12:17
....Ich als eingefleischter Ossi hab meine Zukunft wenigsten schon mal erlebt.:ygrins:

:rofl: ja so hab ich das noch garnicht gesehen :five:

na ist doch Wahr schneggi,

Leben und Leben lassen, man muss nicht alles so verbissen sehen, gebratene Täubchen wollen wir doch gar nicht,:no: ich mag lieber Kohlsuppe:ok:
Die DDR wurde vom Kreml regiert und die gesamte Regierung der DDR waren nur die
Ausführenden (Marionetten).
Über die Machenschaften der diktatorischen Partei (SED) gibt es ja schon genug Tatsachenberichte :kaffee: und Bücher auch.

Heute ist es ja mit der Regierung der BRD nicht anders, die Politik wird im Weisen Haus gemacht und die Regierenden sind nix anderes wie nette Marios, nur unter anderer Flagge. Die Weltwirtschaft, sprich das Kapital diktiert und wir reden und streiten über Geld das wir nicht haben weil es von Spekulanten, genau wie die Freiheit von der wir gerne etwas mehr hätten verzockt wurde.
Denn, geht das Geld flöten, geht auch die Freiheit flöten...:no: doch doch...
Aber die Wählerschaft hat ja Vertrauen in die Volksvertreter gesetzt :ybeifall: :ok:, dass ist doch nur noch zum :yrofl:.

DDR ist Geschichte und was lernen die Menschen aus ihr? Nichts:no:

Seid nett zueinander...:knuddel3:

schneggi
12.01.2009, 12:36
:ybeifall:
sach mal wolff, warst du im ersten Leben Stabi -Lehrer? :D

Wolff
12.01.2009, 12:48
:ybeifall:
sach mal wolff, warst du im ersten Leben Stabi -Lehrer? :D

Was ist denn das? Stabi kenne ich nicht, das gab es wohl auch?
Und dann wird immer gesagt in der DDR gab es nichts.:zwinker:

Nein, mit sowas hatte ich nix zutun, rechnen, lesen und schreiben hab ich in der Schule schon gelernt, bei diktatorischen Lehrern und Prügel gab es da auch schon mal, aber genutzt hat es nix, das Gegenteil wurde erreicht...
mehr wird nicht verraten...:no:

User1025072
12.01.2009, 12:55
Prügel , na ja das nicht gerade, aber eine gewaschene Ohrfeige gabs auch bei uns noch. Und genutzt hats auch hier nix.

Mohrle
14.01.2009, 23:38
Was ist denn das? Stabi kenne ich nicht, das gab es wohl auch?
Und dann wird immer gesagt in der DDR gab es nichts.:zwinker:

Nein, mit sowas hatte ich nix zutun, rechnen, lesen und schreiben hab ich in der Schule schon gelernt, bei diktatorischen Lehrern und Prügel gab es da auch schon mal, aber genutzt hat es nix, das Gegenteil wurde erreicht...
mehr wird nicht verraten...:no:

Kennst Du Stabi nicht oder willst Du es nicht kennen? Im Prinzip ist man doch als Schüler und Lehrling an der Staatsbürgerkunde gar nicht vorbeigekommen. Allerdings weiß ich ja nicht, wie alt Du bist.

Eine Frage hab ich da noch. Die Prügel, hast Du die in der Schule bekommen? Von den Lehrern? Sowas kenne ich gar nicht. Gut, wir hatten ein paar ältere Lehrer die sehr streng waren und da flog schon mal ein Stück Kreide oder ein Schlüsselbund durch die Gegend, aber Prügel gab es bei uns nicht.

User1025072
15.01.2009, 09:25
DAs war zwar in der Schweiz und nicht in der DDR aber ich habe sehr wohl miterlebt, wie Mitschüler von mir Ohrfeigen eingefangen haben, dass sie fast durchs Zimmer geflogen sind, dass einem, wenn man den Füller falsch hielt, ein Lineal über die Hände geschlagen wurde. Da war die Kreide und der Schlüsselbund harmlos gegen. Und das war so ungefähr 1975. Die beiden Lehrer gingen dann Gott sei Dank in Pension und dann gabs nur noch fliegende Kreiden.

Selber habe ich das Gott sei Dank nie zu spüren bekommen.

Wolff
15.01.2009, 11:45
Kennst Du Stabi nicht oder willst Du es nicht kennen? Im Prinzip ist man doch als Schüler und Lehrling an der Staatsbürgerkunde gar nicht vorbeigekommen. Allerdings weiß ich ja nicht, wie alt Du bist.

Eine Frage hab ich da noch. Die Prügel, hast Du die in der Schule bekommen? Von den Lehrern? Sowas kenne ich gar nicht. Gut, wir hatten ein paar ältere Lehrer die sehr streng waren und da flog schon mal ein Stück Kreide oder ein Schlüsselbund durch die Gegend, aber Prügel gab es bei uns nicht.

Hallo Mohrle,

Stabi (Staatsbibliothek)sagt mir im Zusammenhang der Schule garnix aber solltest du "Staatsbürgerkunde" meinen, dann kenne ich dieses Fach zu genüge.
Genau so, der Staat macht seine Bürger.(siehe E.A.Rauter):ynachdenklich:
Und ja, die Prügel hab ich in der Schule bekommen, denn damals war es oft so! Einige Lehrer die mit dem Lehrstoff überfordert waren versuchten dann mit Gewalt einigen Unwilligen was bei zubringen.
Das war auch eine Seite das Sozialismus. Wer nicht für uns ist, der ist gegen uns, so war es bei den Nazis und bei den sogenannten Kommunisten war es nicht anders. Aber das Schlechte wird ja bekanntlich verdrängt.
(Meine Schulzeit (POS) war von 1956 - 1964).

Zum Sozialismus in der DDR, hatte man ja genug gepredigt, war doch das Beste für die Menschheit, deshalb hat man uns ja auch eingesperrt! :ok:
Ich hab dann mal diesen Lehrer gefragt, warum denn die Brüder und Schwestern aus dem Westen nicht in die DDR wollen, wenn das alles so goldig ist im Osten. :ynachdenklich:
So war es in der Schule und später in der Lehre, war es ja ähnlich. Es wurde systematisch ein Feindbild in die Köpfe der jungen Menschen gepflanzt und bei mir fand diese Ideologie keine Nahrung. Meine Eltern, überwiegend mein Vater, war mir der Beste Lehrer und das hatte seine Gründe. Später beim Militär war es noch schöner, ich lernte dann die Stasi kennen, auch aus dem Grunde, weil ich sagte: "Ich hab keine Feinde im Westen" und gegen Schikane hatte ich immer was.

Menschen sind ja so beeinflussbar, dass ist nun mal so, wie in der Natur...Die Schafe laufen in der Herde und sind entweder zufrieden oder hoffen das es Besser werde.:ytagtraum:
Bei Hitler war es die SS, dahinter steckte das Kapital!
bei den Kommunisten war es die Stasi, Staats - Sicherheit SS, dahinter steckte der pure Wahnsinn!
Ja, und Heute ist es der Staats - Schutz, auch SS... Brauchen wir ja auch, gelle! Wer steht wohl hinter denen und wen Schützen die wirklich :ynachdenklich:

Politik und Menschenrechte lassen zuwünschen übrig.
Mein Großvater sagte immer: "Politik ist eine Hure" :zwinker:

Mir reichen eigentlich die Zehn Gebote, wer mehr braucht, hat bestimmt auch gute Gründe.:zwinker:

Mohrle
15.01.2009, 17:24
Ja, ich meinte natürlich Staatsbürgerkunde. Bei uns hieß es einfach nur Stabi bzw. eher Stabü.

Vielleicht liegt es daran, das Du doch bedeutend früher als ich in der Schule warst.

Mein Besuch der POS war von 1975 - 1985 und bei uns gab es außer fliegenden Schlüsselbunden ( bei einem Lehrer ) keine Gewalt an der Schule.

Natürlich war es auch so, wer nicht für den Sozialismus ist, der ist auch gleich dagegen.
Aber zu meiner Zeit haben wir alle Westfernsehen geschaut und uns in der Pause darüber unterhalten. Das war wohl in den 60ern mehr verboten. Ich kann mich aber noch gut an ein Ereignis erinnern, was bei uns mächtig Wirbel machte. Meine damalige beste Freundin wurde in der 3. Klasse gefragt, wie die Hauptstadt der DDR heißt. Nun muß man dazu sagen, meine Freundin war nicht sehr helle, ist mit Müh und Not immer durch die einzelnen Klassen gekommen ohne sitzen zu bleiben. Ihre Antwort war Ost-Berlin, was ja rein theoretisch richtig war, aber in einer sozialistischen Schule natürlich nicht. Da gab es ein Theater, weil zu Hause Westfernsehen geschaut wird und es heißt Berlin usw. usw.

Auf eine Aussage von Dir möchte ich aber noch Bezug nehmen.
Es wurde systematisch ein Feindbild in die Köpfe der jungen Menschen gepflanzt und bei mir fand diese Ideologie keine Nahrung. ...

Mit der ersten Aussage hast Du natürlich vollkommen Recht. Deshalb habe ich mich nach der Wende eigentlich tierisch aufgeregt, weil einfache Soldaten, die nur den Befehlen gefolgt sind angeklagt wurden. Klar war es nicht richtig was sie gemacht haben, aber was wäre mit ihnen passiert, wenn sie sich den Befehlen widersetzt hätten?
Für mich hätte an allerrester Stelle mit Margot Honecker auf der Anklagebank sitzen müssen, weil diese verquere Ideologie in den Köpfen der Kinder herangezüchtet wurde und sie als Verantwortliche daran die Hauptschuld trägt. Aber auf den Gedanken ist niemand gekommen. Die Kinder und nachher Jugendlichen wurde doch nichts anderes beigebracht als zu gehorchen und so zu denken.
Wenn man nicht ein einigermaßen intaktes Elternhaus hatte, die versucht haben einen vernünftigen Mittelweg zu finden, ist man doch im "roten" Gedanken aufgewachsen.
Meine Eltern waren beide nicht in der Partei, bei uns wurde Westfernsehen geschaut, aber ich wurde auch geimpft das es besser ist, in der Schule nicht die eigentlichen Gedanken auszusprechen sondern einfach nur den Lehrstoff runterzurasseln.

Susi
15.01.2009, 17:42
Ich möchte mich nur kurz zu den Prügeln in der Schule äußern. Ich bin von 1960-1970 in der DDR zur Schule gegangen. Prügel gab es bei uns auch nicht mehr.

Wolff
15.01.2009, 18:49
Auf eine Aussage von Dir möchte ich aber noch Bezug nehmen.

Mit der ersten Aussage hast Du natürlich vollkommen Recht. Deshalb habe ich mich nach der Wende eigentlich tierisch aufgeregt, weil einfache Soldaten, die nur den Befehlen gefolgt sind angeklagt wurden. Klar war es nicht richtig was sie gemacht haben, aber was wäre mit ihnen passiert, wenn sie sich den Befehlen widersetzt hätten?
Für mich hätte an allererster Stelle mit Margot Honecker auf der Anklagebank sitzen müssen, weil diese verquere Ideologie in den Köpfen der Kinder herangezüchtet wurde und sie als Verantwortliche daran die Hauptschuld trägt. Aber auf den Gedanken ist niemand gekommen. Die Kinder und nachher Jugendlichen wurde doch nichts anderes beigebracht als zu gehorchen und so zu denken.
Wenn man nicht ein einigermaßen intaktes Elternhaus hatte, die versucht haben einen vernünftigen Mittelweg zu finden, ist man doch im "roten" Gedanken aufgewachsen.
Meine Eltern waren beide nicht in der Partei, bei uns wurde Westfernsehen geschaut, aber ich wurde auch geimpft das es besser ist, in der Schule nicht die eigentlichen Gedanken auszusprechen sondern einfach nur den Lehrstoff runterzurasseln.

Ja Mohrle,
danach gab es viele Aufgeregte, das ist ja immer so. Sicher hätten die Richter die Befehlshaber verurteilen müssen und sollen, dass wäre nach unserem Empfinden nur richtig, aber nach den bestehenden Gesetzen nicht.:no:

Das sagt uns doch, dass die bestehenden Gesetze die Höhergestellten schützen!:ok:

Ich hab Befehle verweigert und wurde auch eingesperrt.
Dienst nach Vorschrift hat dann schon genügt und Vorschriften sollte man gut kennen. Diese Bande wusste genau was sie taten und ich wusste das auch. Sicher war auch ne ganze menge Glück dabei und viele Zeugen.:ybeifall:

Ein Sondertribunal und so wie in Rumänien damals, kurz und schmerzlos.
Aber wem hätte es genutzt? Unrecht sollte im Vorfeld erstickt werden, oder?:ynachdenklich:

Die Nürnberger Prozesse waren etwas anderes, da hat man einen Teil der Verantwortlichen zum Tode verurteilt usw. ist ja bekannt. Die eigentlichen Drahtzieher kamen ja auch davon. (Krupp und Co):pfeif:

Honeckers hat man ausreisen lassen! Die Frage nach dem Warum bleibt ein Geheimnis. Es gab ja andere Sündenböcke die auch nur das taten was von Honecker, Mielke und Co. vorgegeben wurde. Sie fühlten sich ja ihrer Sache auch sehr sicher da der Große Bruder bis (Gorbatschow)hinter ihnen stand.:ok:

Hier z.Bsb., damals ein sehr wenig Bekannter aus der DDR - Zeit der auch nie bestraft wurde wie eben viele andere, entweder zu Alt, krank oder was auch immer.:zwinker:

http://www.dhm.de/lemo/html/biografien/SchalckGolodkowskiAlexander/index.html

http://de.wikipedia.org/wiki/Alexander_Schalck-Golodkowski

Westfernsehen hab ich auch gesehen, als wir dann irgendwann mal einen TV hatten. Das war aber für mich nicht sooo sehr interessant da die Mehrheit meiner Verwanden schon vor Mauerbau drüben waren, also kannten wir aus erster Hand
die Verhältnisse. Ja und abhauen kam für mich nicht in Frage, das Risiko und den damit verbundenen Ärger wollte ich keinen zumuten. Arbeit hatte ich bis Hartz4 immer! Hat das was mit Recht zutun, sicher nicht,alle werden über einen Kamm geschoren und die Herde lässt sich erpressen.:ok:

Was vorbei ist, kann nicht mehr schief gehen. :no:

Das verstehe auch wer will, das einige die Mauer wieder haben wollen und immer noch dieser Vergangenheit nachtrauern. Sicher war nicht alles schlecht, aber Gutes hat genau wie die falsch verstandene Freiheit einen stolzen Preis.

schneggi
15.01.2009, 19:26
Mohrle meine POS-Zeit war auch von 1975 bis 1985 :five: und bei uns gab es nen ESP-Lehrer, der Schüler mitm Kopp ins Klo gesteckt hat - ohne Mist. und das wurde untern Tisch gekehrt. der wurde dann glaub ich als wir 10te waren geext, weil er auch in der Schule gesoffen hat. und selbst da wurde immer behauptet, der stünde nur neben sich wegen irgendwelcher Medikamente. dabei wußte jeder, was da los war

User1025072
15.01.2009, 20:09
Danke für die tollen Beiträge Mohrle und Wolff.
Habe grad sehr viel gelernt und auch einiges bestätigt bekommen.

Da ich selber sowas nie erlebt habe (meine Schulzeit war von 1969 - 1978) ist es für mich sehr schwer, sich das alles überhaupt vorzustellen.

Mohrle
15.01.2009, 21:11
Mohrle meine POS-Zeit war auch von 1975 bis 1985 :five: und bei uns gab es nen ESP-Lehrer, der Schüler mitm Kopp ins Klo gesteckt hat - ohne Mist. und das wurde untern Tisch gekehrt. der wurde dann glaub ich als wir 10te waren geext, weil er auch in der Schule gesoffen hat. und selbst da wurde immer behauptet, der stünde nur neben sich wegen irgendwelcher Medikamente. dabei wußte jeder, was da los war

:swoon: Da muß ich ja sagen, hatten wir wohl Glück mit unseren Lehrern. :pfeif1:

schneggi
15.01.2009, 21:22
das war aber auch der einzige, den ich in den ganzen Jahren erlebt hab, der sich vergessen hat. das war auch noch einer "von der alten Schule" den hatten alle meine Geschwister vor mir auch schon :D

Wolff
15.01.2009, 22:02
Mohrle meine POS-Zeit war auch von 1975 bis 1985 :five: und bei uns gab es nen ESP-Lehrer, der Schüler mitm Kopp ins Klo gesteckt hat - ohne Mist. und das wurde untern Tisch gekehrt. der wurde dann glaub ich als wir 10te waren geext, weil er auch in der Schule gesoffen hat. und selbst da wurde immer behauptet, der stünde nur neben sich wegen irgendwelcher Medikamente. dabei wußte jeder, was da los war

Erstaunlich an was man sich noch so erinnert. :ybeifall:Heute ist es auch nicht Richtig, da ist es umgekehrt. Ein Lehrer sollte schon, genau wie auch die Eltern eine Respektperson sein! Aber wie und was man erlebt und sieht, ist schon verkehrte Welt.
Drogen, Handys, Zigaretten, Alkohol, Waffen und nicht genügend Lehrstellen, ist das denn noch Normal? Kein Geld für gute Bildung aber Milliarden für Konzerne und deren kurzsichtigen raffgierigen Manager.:ybeifall:

Wozu brauchen wir solche Politiker die ihre Pflicht verletzen und sich auf Kosten des Steuerzahlers ein schönes Leben machen und sich von Wahl zu Wahl feiern lassen und ihren Hals nicht voll genug bekommen:ynachdenklich: #

Naja, die Zukunft liegt ja im Osten, dort gibt es noch billige Arbeiter.:zwinker:
Also Manni Mammut, auf nach Osten, der Sehnsucht wegen...:zwinker:

Mohrle
15.01.2009, 22:49
Manni ist doch Rentner. :ygrins:

Wolff
16.01.2009, 11:07
Manni ist doch Rentner. :ygrins:

Ja Mohrle, hab es ja gelesen und er bekommt sogar 1000 € Rente.
Was sind denn nun 1000 €? Da geht ja schon die Hälfte für für Miete drauf,
Zum vernünftigen Leben bleibt da aber nicht mehr viel wenn alles andere noch bezahlt wird.

Viele Rentner, die weitaus mehr haben, gehen ja wieder in den Osten in bestimmte Regionen wo das Leben billiger ist, aber nicht weil sie Heimweh haben.:no:
Im Osten leben die Menschen auch gesünder und werden sehr viel älter.
Da sind viele schon soooo alt geworden, dass sie nicht mal genau sagen können wann sie geboren sind.

Wird wohl auch nicht mehr lange dauern, dann wird bis zum 70.Lebensjahr gearbeitet...:ynachdenklich:

Das ist schon alles nicht Einfach.
Zivilisation macht Fortschritte und Schulden.:ybeifall:
Wird ein Kind geboren, hat es schon ca. 24.000 € Miese, Tendenz steigend!
Aber Besser Schulden als Krieg, denn meistens wurde ja ein Krieg angezettelt nach solch einer Rezession oder besser gesagt Bewusst herbeigeführten Wirtschaftskriese.
Wenn alle Hausfrauen privat so wirtschaften würden, und mehr Geld ausgeben wie Netto vorhanden und dann nur noch auf Pump gelebt wird, ja dann...:ynachdenklich: freut sich die nächste Generation sehr:zwinker:

Die Wiedervereinigung und die damit verbundenen Kosten waren jedenfalls nicht die Ursache, hier wurden Unsummen investiert und auch verdient, es ist auch ein Stück Wahlkampf :ygrins: Abgesehen davon, das 20 Jahre nach der Wiedervereinigung noch solche Unterschiede im Lohngefüge vorherrschen und immer noch Soli.Zuschlag
gezahlt wird. :ok:
Einigkeit kann man auch nicht gebrauchen, denn das wäre das Schlimmste was die Politiker fürchten.:zwinker:

Markus
16.01.2009, 12:40
ich kann nur Jedem der sich hier nicht mehr wohl fühlt und unser Staatssystem nicht erträgt eine gute Reise in ein besseres Land wünschen. Soweit ich weiß ist es in Deutschland nicht verboten oder man kann gehindert werden auszuwandern. Gut ausser man ist auf Bewährung draussen.

Wolff
16.01.2009, 14:45
ich kann nur Jedem der sich hier nicht mehr wohl fühlt und unser Staatssystem nicht erträgt eine gute Reise in ein besseres Land wünschen. Soweit ich weiß ist es in Deutschland nicht verboten oder man kann gehindert werden auszuwandern. Gut ausser man ist auf Bewährung draussen.

Ja Markus, ein toller Vorschlag...:ok:

die Leute, die die Schnauze voll haben, sind deinen Wünschen schon gefolgt.:ygrins:

Die Bundesrepublik hat im vergangenen Jahr nach Schätzungen der Statistiker 130 000 Einwohner verloren, die Dunkelziffer wird aber auf ca 250.000 geschätzt. Experten warnen vor den Folgen.

Fachpersonal und Ärzte fehlen jetzt schon...

http://www.focus.de/politik/deutschland/statistik_aid_122155.html

ca 224.000 Deutsche leben in der Schweiz
ca 11.000 sitzen in den Chefetagen der Firmen, vor allem bei Banken
ca 42.000 sind in akademischen Berufen tätig und ca.23.000 als Techniker

Es ist besser die Fachkräfte auswandern zulassen als die Politik im eigenen Land zuändern. Na dann weiter so:ok::ybeifall:

User1025072
16.01.2009, 14:52
Das stimmt, wir werden von Deutschen regelrecht überflutet. In Krankenhäusern hört man fast nur noch hochdeutsch. Ganz ehrlich macht mir das Sorgen, auch wenn ich verstehen kann, dass die Deutschen (und auch andere) zu uns kommen.

Ich frag mich nur, was mit den Schweizer Fachkräften passiert (nicht überall haben wir zu wenig Fachkärfte). Die wandern wiederum auch aus, weil sie keine Arbeit mehr finden. Alles in allem ist es ein Teufelskreis.

Dione
16.01.2009, 15:00
Wenn man schon polemisch poltert, dann doch bitte mit aktuellen Zahlen und keinen aus 2006 und schon gar nicht mit nur der Hälfte an Infos. Aber ja ja, die Experten haben gesagt...

Markus
16.01.2009, 20:17
Ja Markus, ein toller Vorschlag...:ok:

die Leute, die die Schnauze voll haben, sind deinen Wünschen schon gefolgt.:ygrins:

Die Bundesrepublik hat im vergangenen Jahr nach Schätzungen der Statistiker 130 000 Einwohner verloren, die Dunkelziffer wird aber auf ca 250.000 geschätzt. Experten warnen vor den Folgen.

Fachpersonal und Ärzte fehlen jetzt schon...

http://www.focus.de/politik/deutschland/statistik_aid_122155.html

ca 224.000 Deutsche leben in der Schweiz
ca 11.000 sitzen in den Chefetagen der Firmen, vor allem bei Banken
ca 42.000 sind in akademischen Berufen tätig und ca.23.000 als Techniker

Es ist besser die Fachkräfte auswandern zulassen als die Politik im eigenen Land zuändern. Na dann weiter so:ok::ybeifall:


nun ich weiss nicht, was deine Ausführungen mit meiner Antwort zu tun hat? Ich sagte nur, wer gehen will kann gehen und wieviele schon gegangen sind oder gehen werden, war in diesem Moment unrelevant.

Ich persönlich ignoriere keinesfalls politische Missstände und auch Fehlverhalten, aber mir kommt es teilweise so vor und das wird mir von ausländischen Arbeitskollegen bestätigt, das einige Deutsche auf hohem Niveau jammern. Sicherlich muß jeder von seinem subjektiven Ist Zustand ausgehen und eben gucken wie er da steht und wo er bleibt. Sicherlich ärgert mich es auch, das ich z.B Praxisgebühren bezahlen muss und das ich für meinen Sohn eine private Krankenzusatzversicherung abgeschlossen habe, aber mich macht es auch glücklich das unser Gesundheitssystem noch so gut und flächendeckend funktioniert, das ich meine Eltern nicht auf dem Friedhof besuchen muss. Ohne unser Gesundheitssystem wäre mein Vater schon 8 und meine Mutter schon 1 Jahr tot.

Wolff
16.01.2009, 21:38
nun ich weiss nicht, was deine Ausführungen mit meiner Antwort zu tun hat? Ich sagte nur, wer gehen will kann gehen und wieviele schon gegangen sind oder gehen werden, war in diesem Moment unrelevant.

Ich persönlich ignoriere keinesfalls politische Missstände und auch Fehlverhalten, aber mir kommt es teilweise so vor und das wird mir von ausländischen Arbeitskollegen bestätigt, das einige Deutsche auf hohem Niveau jammern. Sicherlich muß jeder von seinem subjektiven Ist Zustand ausgehen und eben gucken wie er da steht und wo er bleibt. Sicherlich ärgert mich es auch, das ich z.B Praxisgebühren bezahlen muss und das ich für meinen Sohn eine private Krankenzusatzversicherung abgeschlossen habe, aber mich macht es auch glücklich das unser Gesundheitssystem noch so gut und flächendeckend funktioniert, das ich meine Eltern nicht auf dem Friedhof besuchen muss. Ohne unser Gesundheitssystem wäre mein Vater schon 8 und meine Mutter schon 1 Jahr tot.

Hallo Markus,

dann hättest du das so schreiben sollen, dass es nicht relevant ist wieviele gehen.
Es gibt z.Bsb Regionen in Deutschland wo Fachärzte fehlen, sicher ohne Zweifel auch wegen der Gesundheitsreform.
Das auf hohem Niveau gejammert wird, da gebe auch ich dir Recht, das ist auch allgemein bekannt. Die Politiker jammern doch, dass so viele Experten ihre Koffer packen, das ist aber auch alles.
Du kannst auch froh sein, dass das Gesundheitswesen in deiner Region noch Flächendeckend ist.

Hallo Dione,

die Zahlen der Auswanderer sind selbstverständlich nicht Aktuell und Polemik gehört zum Leben, ich hab aber nicht die Absicht zu polemisieren.:no:
Das Statistische Bundesamt kommt mit der Aktualisierung nicht nach.
Ja, die Experten, was die schon sagen und berichten, alles Lüge.:ynachdenklich:
Klimaerwärmung stimmt ja auch nicht, Wirtschaftskriese haben wir auch nicht, alles ist in bester Ordnung. Arbeitslose sind ja auch nur ne Handvoll.
Sicher kommen auch Ausländer nach Deutschland, aber die guten, teuer ausgebildeten Fachkräfte sind weg und fehlen der Wirtschaft.
Da waren dann noch die Steuerflüchtigen, auch alles nicht sooo schlimm.:no:

Ja, Whale,
du hast da auch Recht, es ist ein Teufelskreis, von Teufeln gemacht und alle machen mit :zwinker:

Markus
16.01.2009, 21:56
Du kannst auch froh sein, dass das Gesundheitswesen in deiner Region noch Flächendeckend ist.

davon habe ich nicht gesprochen nur das es in unserem Land eine Gesundheitsvesorgung gibt, die meinen Eltern das Leben gerettet hat. Beides stinknormale Kassenpatienten ohne irgendwelche Zusatzversicherungen. Da hab ich gerne längere Anfahrten in kauf genommen als den kurzen Weg zum Friedhof.

Wolff
16.01.2009, 22:30
nun ich weiss nicht, was deine Ausführungen mit meiner Antwort zu tun hat? Ich sagte nur, wer gehen will kann gehen und wieviele schon gegangen sind oder gehen werden, war in diesem Moment unrelevant.

Ich persönlich ignoriere keinesfalls politische Missstände und auch Fehlverhalten, aber mir kommt es teilweise so vor und das wird mir von ausländischen Arbeitskollegen bestätigt, das einige Deutsche auf hohem Niveau jammern. Sicherlich muß jeder von seinem subjektiven Ist Zustand ausgehen und eben gucken wie er da steht und wo er bleibt. Sicherlich ärgert mich es auch, das ich z.B Praxisgebühren bezahlen muss und das ich für meinen Sohn eine private Krankenzusatzversicherung abgeschlossen habe, aber mich macht es auch glücklich das unser Gesundheitssystem noch so gut und flächendeckend funktioniert, das ich meine Eltern nicht auf dem Friedhof besuchen muss. Ohne unser Gesundheitssystem wäre mein Vater schon 8 und meine Mutter schon 1 Jahr tot.

Markus, lies es selbst, dritte Reihe von unten, vierte Wort von rechts:ynachdenklich:

wünsche noch einen schönen Abend:cwink:

Markus
16.01.2009, 22:51
Markus, lies es selbst, dritte Reihe von unten, vierte Wort von rechts:ynachdenklich:

wünsche noch einen schönen Abend:cwink:

nun lieber Wolff. Von der Gesamtgröße unseres Landes erreiche ich immer noch spielend jeden Facharzt. Flächendeckend ist eine definitionssache und ich denke nicht das du zu einem Facharzt eine Woche mit Bus und Bahn anreisen mußt. Wenn du nichts gutes an unser gemeinsamen Land siehst und sehen kannst, kann ich dir da auch nicht helfen. Ich erkenne bei dir gar keine Objektivität und ich denke auch das Bewohner vieler anderer Länder froh wären in Deutschland zu wohnen. Ich kann und werde nicht alles verteufeln und flächendeckend ist für mich, wenn ich nicht 1000 Kilometer mit einem Esel zum nächsten Arzt reisen muss.

Ich persönlich fühle mich bis dato recht wohl, sicher und gut behütet in unserem Staat. Sicherlich gefallen mir einige Dinge nicht und es werden auch eher mehr als weniger, aber mir und meiner Familie geht es gut. Was in fünf oder zehn Jahren ist weiss ich nicht, aber ich persönlich werde alles daran tun, das es für mich erträglich bleiben wird und sollte es gar nicht mehr gehen, dann werde ich vielleicht gehen, aber sicher nicht wie im Fernsehen ohne Sprachkentnisse und mit 3 Euro in der Brieftasche.

christebelle
17.01.2009, 10:40
Mal so nebenbei: gestern war in der NDR Talkshow die Ost-Schauspielerin Kathrin Sass, die sich auch etwas damit auseinander gesetzt hat. Leider hab ich das ganze Interview nicht sehen können, aber ich kann mal probieren, den Link irgendwo zu finden.

christebelle
17.01.2009, 10:46
http://www3.ndr.de/programm/epghomepage100_date-20090116.html

diese Seite ganz rechts. Leider läuft das Video nicht über Windows 98 :( Das übliche Problem..

Dione
17.01.2009, 16:49
Hat zwar nix mehr mit der DDR und den Folgen zu tun, aber was soll's.


Das Statistische Bundesamt kommt mit der Aktualisierung nicht nach.

Die Mikrozensus Daten von 2007 sind online verfügbar, aktuelle Quartalsberichte ebenfalls. Rohdaten sicher nicht, aber mit denen können die meisten eh nichts anfangen und sind auch aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht frei verfügbar.


Ja, die Experten, was die schon sagen und berichten, alles Lüge. :ynachdenklich:

Ich bezweifel keine Experten, schon gar nicht Dorbritz, sondern deine Verwendung einer Aussage, die aus dem Kontext gerissen ist. Soziologen warnen insbesondere vor dem Bevölkerungsschwund, den es europaweit gibt. Hinzu kommen Abwanderungen, aber unser größtes Problem sind die Geburtenziffern, du nutzt -bewusst oder unbewusst- eine Aussage, "Experten warnen vor den Folgen", die in diesem Zusammenhang nicht ohne weitere Infos, nämlich, dass es um das demographische Problem an sich geht, genutzt werden sollte. Auch in dem Focus Artikel liegt das Augenmerk auf Geburtenrückgang und nicht auf Abwanderung, was lediglich hinzukommt.

Wolff
17.01.2009, 19:14
Hat zwar nix mehr mit der DDR und den Folgen zu tun, aber was soll's.

Die Mikrozensus Daten von 2007 sind online verfügbar, aktuelle Quartalsberichte ebenfalls. Rohdaten sicher nicht, aber mit denen können die meisten eh nichts anfangen und sind auch aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht frei verfügbar.

Ich bezweifel keine Experten, schon gar nicht Dorbritz, sondern deine Verwendung einer Aussage, die aus dem Kontext gerissen ist. Soziologen warnen insbesondere vor dem Bevölkerungsschwund, den es europaweit gibt. Hinzu kommen Abwanderungen, aber unser größtes Problem sind die Geburtenziffern, du nutzt -bewusst oder unbewusst- eine Aussage, "Experten warnen vor den Folgen", die in diesem Zusammenhang nicht ohne weitere Infos, nämlich, dass es um das demographische Problem an sich geht, genutzt werden sollte. Auch in dem Focus Artikel liegt das Augenmerk auf Geburtenrückgang und nicht auf Abwanderung, was lediglich hinzukommt.

Hallo Dione,

sicher, man kann es so oder so auffassen oder verstehen.:zwinker:
Der Geburtenrückgang hat schon auch mit der DDR zutun, darüber gibt es ja genügend Studien.
Ja, woran liegt das wohl?
Nun, das würde bedeuten, die Deutschen sterben langsam früher oder später aus.:gruebel:
Auch zu dieser Angelegenheit gibt es Studien und es ist ja nun ein gesamt deutsches Problem geworden und die Ursachen sind alle Bekannt.
Deutschland ist ja auch sehr Kinderfreundlich geworden und das liegt auch u. a. an der gesamt Situation. Entscheiden muß es schließlich jeder selbst, ob er sich Kinder leisten kann oder nicht, oder ob Karriere und Profit wichtiger sind.

Die Menschheit insgesamt hat die Existenzielle Ewigkeit ja auch nicht gekauft oder gepachtet.:pfeif: Nix ist für die Ewigkeit:no:

Aber noch ist es so, dass die Weltbevölkerung drastisch zunimmt!
Ich schrieb bereits, die Zukunft liegt im Osten.:zwinker:
Das ist aber nicht böse gemeint.:no:

Schönen Abend :ywinken:

Dione
17.01.2009, 19:55
Ich lass es, das wird mir jetzt eindeutig zu albern, wie man sich alles hindreht, nur um nicht zugeben zu müssen, dass man schlichtweg seitenweise BILD Schlagzeilen nachplappert.
Inwiefern hat der Geburtenrückgang denn mit der DDR zu tun? Wenn du Studien dazu kennen würdest, wüsstest du wie der Geburtenverlauf in der DDR und in den späteren neuen Bundesländern im Vergleich zur BRD bzw. den alten Bundesländern aussieht. Die Ursachen für weniger Kinder sind bekannt? Die da wären? Und bitte nicht die Antwort, Deutschland ist nicht kinderfreundlich, das wäre zu einfach. Denn es ist weit mehr als das, ich habe selbst genügend darüber geschrieben, um zu wissen, dass es hierfür keine Ein-Satz-Antwort gibt. Mir ist schon klar, auf was du hinauswillst, die Gier nach Profit und Kapital ist an allem Schuld, ich kann es nicht mehr hören. Wenn alles so einfach zu erklären wäre...

Wolff
17.01.2009, 20:29
Ich lass es, das wird mir jetzt eindeutig zu albern, wie man sich alles hindreht, nur um nicht zugeben zu müssen, dass man schlichtweg seitenweise BILD Schlagzeilen nachplappert.
Inwiefern hat der Geburtenrückgang denn mit der DDR zu tun? Wenn du Studien dazu kennen würdest, wüsstest du wie der Geburtenverlauf in der DDR und in den späteren neuen Bundesländern im Vergleich zur BRD bzw. den alten Bundesländern aussieht. Die Ursachen für weniger Kinder sind bekannt? Die da wären? Und bitte nicht die Antwort, Deutschland ist nicht kinderfreundlich, das wäre zu einfach. Denn es ist weit mehr als das, ich habe selbst genügend darüber geschrieben, um zu wissen, dass es hierfür keine Ein-Satz-Antwort gibt. Mir ist schon klar, auf was du hinauswillst, die Gier nach Profit und Kapital ist an allem Schuld, ich kann es nicht mehr hören. Wenn alles so einfach zu erklären wäre...

Ich hab in meinem Leben noch nie ne Bild gelesen...:no:
Da du ja schon selbst so viel darüber geschrieben hast, weiß du ja bestens Bescheid.
Ich schrieb Ursachen und hab es sogar unterstrichen, da ich es ahnte, das dieses Thema mit dem Geburtenrückgang von dir als Ein - Satz Antwort hingestellt wird...:ybeifall:
Inwiefern der Geburtenrückgang mit der DDR zutun hat, kannst du auch überall nachlesen, man muss es nur wollen. Stell dich doch nicht so naiv hier hin, machst dich doch nur lächerlich...Oder willst du mich provozieren?
Vergiss es, das schaffst Du nicht.

Übrigens, du hättest ja nicht antworten müssen:no::ywinken:

Dione
17.01.2009, 20:37
Weder provoziere ich, noch stelle ich mich naiv hin. Das waren rein rhetorische Fragen, denn ich wusste, du kannst mir darauf nicht antworten. Bis auf heiße Luft und Zitate kommt von dir nichts. Weder hast du aktuelle Daten, noch kannst du auch nur einen Gedanken ohne von Thema zu Thema zu springen ausführen. Eine wachsende Weltbevölkerung spielt keinerlei Rolle, wenn es um einen europaweiten Geburtenrückgang geht. Ich muss hierzu nichts nachlesen, ich hab Dipl. Soz. studiert, ich kenne die Geburtenverläufe der DDR wie BRD ohne nachzuschlagen, informieren müssen sich hier andere...

Wolff
17.01.2009, 21:16
Weder provoziere ich, noch stelle ich mich naiv hin. Das waren rein rhetorische Fragen, denn ich wusste, du kannst mir darauf nicht antworten. Bis auf heiße Luft und Zitate kommt von dir nichts. Weder hast du aktuelle Daten, noch kannst du auch nur einen Gedanken ohne von Thema zu Thema zu springen ausführen. Eine wachsende Weltbevölkerung spielt keinerlei Rolle, wenn es um einen europaweiten Geburtenrückgang geht. Ich muss hierzu nichts nachlesen, ich hab Dipl. Soz. studiert, ich kenne die Geburtenverläufe der DDR wie BRD ohne nachzuschlagen, informieren müssen sich hier andere...

Glaubst du Dione, dass ich deine Rhetorik nicht erkannt habe?:gruebel:
Bewusst habe ich auf deine rhetorische Fragerei nicht geantwortet, weil man ja als Fragender auch davon ausgeht keine Antwort zu bekommen!

Eindruck kannst du bei Schülern machen mit deinem Diplom.:ybeifall:

Dione
17.01.2009, 22:44
Das war so klar, dass nichts mehr kommt. Sage ich nichts zu, behauptest du, ich bin naiv, sage ich etwas zu meinem Hintergrund, kommt, dass ich Eindruck schinden will. Ja, ich schinde hier auch mal richtig Eindruck, wenn ich täglich dumme Witze bei BB und Co poste, get a life, es ist nur ein Forum. Du bist nicht mal zum Spielen gut, ernsthaft diskutieren kannst du sowieso nicht.
Eindruck schinden willst du hier mit deinem seitenweise Geschwafel, das du dazu noch als Wissen verpacken willst. Ich habe lediglich dein Unwissen kritisiert, aber dass dann nur heiße Luft kommt, war klar. Was auch sonst? Von daher, passt schon...

Wolff
18.01.2009, 12:48
Das war so klar, dass nichts mehr kommt. Sage ich nichts zu, behauptest du, ich bin naiv, sage ich etwas zu meinem Hintergrund, kommt, dass ich Eindruck schinden will. Ja, ich schinde hier auch mal richtig Eindruck, wenn ich täglich dumme Witze bei BB und Co poste, get a life, es ist nur ein Forum. Du bist nicht mal zum Spielen gut, ernsthaft diskutieren kannst du sowieso nicht.
Eindruck schinden willst du hier mit deinem seitenweise Geschwafel, das du dazu noch als Wissen verpacken willst. Ich habe lediglich dein Unwissen kritisiert, aber dass dann nur heiße Luft kommt, war klar. Was auch sonst? Von daher, passt schon...

Aber aber, wer wird denn gleich in die Luft gehen...:zunge2:

Klar war und ist nur das Wasser an der Quelle, aber um dieses zu genießen muss man gegen den Strom schwimmen! Ich bin erstaunt über Dein Wissen!
Kritisieren kannst du, hab da kein Problem mit, ich tue es doch auch...

Aber, mich muss man nicht soziologisch, geschichtlich oder klassen - theoretisch
aufklären.
Über Sinn und Unsinn kann man streiten, auch über den Aufbau einer sozialen entzauberten Welt. Nicht jeder folgt seiner Logik und seinen Erfahrungen!:no:
Theorien gibt es ja genügend, aber die Praxis ist doch was völlig anderes.:zwinker:
Die Ausführungen von Simmel, Weber und Tönnies um nur einige zu nennen sind mir bekannt, die gab es auch schon zu DDR – Zeiten!:ok:

Schönen Sonntag!:cwink:

Markus
24.01.2009, 18:00
Ostalgie

http://www.faz.net/s/RubEC1ACFE1EE274C81BCD3621EF555C83C/Doc~E22FD94725C3448A182889BEE472F8E73~ATpl~Ecommon ~Sspezial.html

Mohrle
25.01.2009, 01:34
Cool .... die Vase im Regal habe ich auch noch. :cschaem:

Markus
09.07.2009, 18:38
Aufarbeitung der DDR-Geschichte
Tausende Stasi-Spitzel im öffentlichen Dienst

In deutschen Behörden arbeiten offenbar sehr viel mehr frühere Beschäftigte der DDR-Staatssicherheit als bisher bekannt. Rund 17.000 Ex-Stasi-Leute sollen trotz Prüfungen in ostdeutschen Landesverwaltungen angestellt sein, berichtet die "Financial Times Deutschland". Laut Aufzählung des Blattes sollen davon 2247 in Mecklenburg-Vorpommern tätig sein, 2942 in Brandenburg, 800 in Thüringen, 4400 in Sachsen-Anhalt, 2733 in der Berliner Verwaltung und 4101 in Sachsen.

Eine Überprüfung aller noch im Landesdienst tätigen Ex-Stasi-Mitarbeiter ist allerdings rechtlich ausgeschlossen, wie die Birthler-Behörde mitteilte. Behördendirektor Hans Altendorf verwies auf die Gesetzeslage, die seit Ende 2006 nur noch die Überprüfung von leitenden und wichtigen Funktionsträgern erlaube.

Tags zuvor hatte das Bundeskriminalamt bereits bestätigt, dass nach der Wiedervereinigung einige Stasi-Leute übernommen wurden. Diese Information sei jedoch nicht neu, betonte das Bundesinnenministerium. Jeder Einzelfall sei genau geprüft worden. Gegenwärtig sind noch 23 frühere Stasi-Mitarbeiter beim BKA beschäftigt, einer von ihnen soll auch zum Personenschutzkommando von Bundeskanzlerin Angela Merkel gehören. Er soll aber nicht zu ihrem direkten Schutz eingesetzt sein, sondern nur für die Aufklärung in einem Vorkommando.

Quelle und ganzer Artikel (http://www.tagesschau.de/inland/stasi116.html)


nun das schockt mich nun aber nicht wirklich. Ich denke ob nach dem zweiten Weltkrieg oder nach dem Mauerfall wurden ja die Menschen weder als Nazis noch Stasi deklariert und viele hatten ja besondere Fähigkeiten und haben dementsprechend einfach neue Jobs gefunden. Ich vergleiche auch sicherlich nicht die Nazis mit der Stasi, aber beides waren immerhin auch Produkte des jeweiligen Systems und haben sich ja eben dann nicht in Luft aufgelöst.

Mohrle
10.07.2009, 00:44
... nun das schockt mich nun aber nicht wirklich. Ich denke ob nach dem zweiten Weltkrieg oder nach dem Mauerfall wurden ja die Menschen weder als Nazis noch Stasi deklariert und viele hatten ja besondere Fähigkeiten und haben dementsprechend einfach neue Jobs gefunden. Ich vergleiche auch sicherlich nicht die Nazis mit der Stasi, aber beides waren immerhin auch Produkte des jeweiligen Systems und haben sich ja eben dann nicht in Luft aufgelöst.

Mich schockt das auch nicht wirklich.

Um für die Stasi zu arbeiten brauchte man meines Wissens nach keine besonderen Fähigkeiten, außer Skrupellosigkeit, Falschheit und den Willen andere ans Messer zu liefern. Fachliche Qualifikationen brauchte man wohl nicht, es waren ja wohl mehr oder weniger alle Bevölkerungsschichten und Berufe vertreten.

schneggi
13.07.2009, 16:41
nicht jeder, der da gearbeitet hat, war automatisch ein Spitzel oder IM!

w208
14.08.2009, 13:49
vielleicht nicht automatisch aber fast alle waren involviert

Mohrle
14.08.2009, 14:52
vielleicht nicht automatisch aber fast alle waren involviert

Wenn Du keine Ahnung hast, dann hilft es auch manchmal zu schweigen.

w208
14.08.2009, 15:01
ich hab schon ein wenig ahnung mädchen

Mohrle
14.08.2009, 15:05
ich hab schon ein wenig ahnung mädchen

Aus dem Mädchenalter bin ich aber raus.

Blue
14.08.2009, 15:39
Wessen Zweitnick ist w208?

Kam mir gestern in irgendnem anderen Thread schon so merkwürdig vor :hm:

Dione
14.08.2009, 15:46
Wessen Zweitnick ist w208?

Kam mir gestern in irgendnem anderen Thread schon so merkwürdig vor :hm:
ZAK, AH oder wie seine zig gesperrten Nicks auch alle waren.

Blue
14.08.2009, 15:50
Ich dachte mir schon sowas :lol: