Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Schon Vierjährige surfen im Netz
Kinder beginnen bereits im Grundschulalter mit dem Surfen im Internet. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Bundesverbands Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (Bitkom), die in Berlin vorgestellt wurde. Befragt wurden 1000 Haushalte, in denen es Kinder und einen Internetanschluss gibt.
Mit elf Jahren ist jedes Kind online.
Demnach nutzen bereits 21 Prozent der Vier- bis Sechsjährigen das Internet, wenn im Haushalt der Eltern ein Anschluss vorhanden ist. Bei den Sieben- bis Zehnjährigen sind es 71 Prozent. Ab einem Alter von elf Jahren sei nahezu jedes Kind online, sagte Bitkom-Präsident August-Wilhelm Scheer.
Für Kinder und Jugendliche entwickele sich das Surfen im Netz zu einer "Kulturfähigkeit wie Lesen und Schreiben", so Scheer. Während Eltern im Internet vorwiegend einkauften und Informationen einholten, sei das Medium für Jugendliche "Teil der sozialen Welt". Sie nutzten interaktive Online-Dienste, stellten eigene Fotos ins Netz und beteiligten sich an Diskussionsforen.
90 Prozent der Kinder und Jugendlichen nutzten das Internet über soziale Netzwerke und Communities als Kommunikationsplattform. Die Kontakte seien vergleichbar mit Brieffreundschaften, aus denen sich schließlich reale Kontakte ergeben könnten. "Fast 100 Prozent sagen, sie hätten über das Netz neue Freunde gefunden", sagte Scheer.
Quelle und ganzer Artikel (http://www.tagesschau.de/inland/internetstudie100.html)
oh je gehört das nun einfach zum Aufwachsen wirklich mit dazu oder muss man sich da ernsthaft Sorgen machen. Schnitzeljagd im Wald, Baumhäuser bauen Schnee von gestern? Findet das nun alles virtuell statt?
Einfach krank, Kleinkinder an einen Rechner zu lassen. Die können das noch früh genug, in dem Alter sollen die was Sinnvolleres machen. Wieso müssen Teenies sich auch schon Freunde über irgendwelche Social Communities suchen? Geht wohl über Schule und Sportverein nicht mehr. Gruselige Entwicklung...
nun ich denke auch, das es mehr als krank ist teilweise. Aber die Seitenbetreiber schiessen sich echt auf Kleinkinder regelrecht ein. Selbst mein Sohn kennt schon aus dem Fernsehen dann die Toggolino Seite und würde da auch sehr gerne mehr Zeit mit verbringen.
Bis 6 Jahre finde ich auch etwas verfrüht, aber wenn sie in der Schule sind, warum eigentlich nicht. Ich denke, wenn sie gleich damit aufwachsen, dann haben sie auch damit später keine Probleme und ohne Internet geht ja nun fast gar nichts mehr.
Allerdings sind die Eltern da ganz schön in der Verantwortung. So sollten die Seiten kindgerecht sein und auch nur zeitlich begrenzt. Das Leben der Kinder sollte schon im realen Leben stattfinden, eischließlich Spiele und Freunde.
nun aber da scheint vielleicht das Problem zu sein. Das vielleicht überforderte Eltern ihre Kinder einfach vor dem Internet parken und eben gar nichts kontrollieren und überwachen. Ich denke schon wenn ich meinen Sohn mittags vor mein Laptop setze, das er dann er von alleine nicht wieder so schnell aufstehen würde.
christebelle
08.07.2009, 10:18
nun aber da scheint vielleicht das Problem zu sein. Das vielleicht überforderte Eltern ihre Kinder einfach vor dem Internet parken und eben gar nichts kontrollieren und überwachen. Ich denke schon wenn ich meinen Sohn mittags vor mein Laptop setze, das er dann er von alleine nicht wieder so schnell aufstehen würde.
Das mit dem Parken vor dem Internet und TV machen viele Eltern heute oftmals so, so wie uns unsere Eltern vor einer Benjamin Blümchen Kassette oder vor einem Lego-Bausatz geparkt haben.
Ich weiß nicht, was ich von so einer Entwicklung halten soll. Einerseits habt ihr Recht mit der heute unerlässlichen Medienkompetenz: Ohne Internet geht einfach nichts. Aber andererseits können die Kinder sich doch gar nicht in ihrem Kindsein entfalten, wenn sie nicht auf ihre Fantasie und ihren Körper konzentriert sind. Wie war das in den Einschulungstests? Viele Kinder können nicht mehr auf einem Bein stehen und solche Geschichten. dafür können die sicher im Schlaf eine bestimmte Inetseite heraussuchen. Man muss zwar mit der zeit gehen, aber man muss gleichzeitig die Kinder auch vor zu viel Medien schützen, denn die Kindheit prägt ja am Meisten. Und so einen Teenie-Internetjunkie wollen die meisten Eltern dann auch nicht zu Hause sitzen haben...
Das mit dem Parken vor dem Internet und TV machen viele Eltern heute oftmals so, so wie uns unsere Eltern vor einer Benjamin Blümchen Kassette oder vor einem Lego-Bausatz geparkt haben.
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Ich kann mich nicht daran erinnern, das mich meine Eltern mal irgendwo geparkt haben. Während der Kindergartenzeit war ich in der Woche bis 17.00 Uhr im Kindergarten, danach nach Hause, Abendbrot, eventuell noch kurz Fernsehen und ab ins Bett. Später hat man sich mehr oder weniger nur draußen rumgetrieben oder mit den Freunden zu Hause in der Wohnung gespielt. Es gab genug Kinder in der Straße, da war immer was los. In der Regel war man nur zum Essen zu Hause.
christebelle
08.07.2009, 10:45
war bei mir auch so, aber bei meinen Freundinnen hab ich das oft erlebt. Ich konnte mich auch immer gut alleine beschäftigen, war aber auch viel draußen mit anderen Kindern. Einen PC gabs erst in unserem Haus als ich schon 15 war und der war auch nur zum Arbeiten gedacht, War schon froh, wenn ich daran mal ein Vokabelprogramm "spielen" durfte :)
nun es ist eine interessante Entwicklung. Gerade wenn ich mich mit Eltern von Teenies unterhalte. Da wird mir dann oft erzählt, das ihre Kinder lieber in chats sind und sich mit ihren Freundinnen unterhalten, anstatt sich zu treffen. Man isoliert sich sozial real um dann virtuell miteinander zu sein? Gut ich weiss nicht, wie stark ich als Jugendlicher das Medium Internet, Handy und Telefonflats genutzt hätte. Man hat sich halt eben dann getroffen und zusammen geredet, als im kalten Flur im stehen stundenlang zu telefonieren.
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