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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : 20 Jahre Mauerfall


Dione
09.11.2009, 19:06
4458


Die ganzen letzten Tage und natürlich heute kam man ja nicht vorbei an den Berichten zum Mauerfall. Natürlich gibt's auch wieder unzählige Umfragen, wie viele sich die Mauer zurückwünschen. :prolleyes:
Ich hab das Ganze nur als Kind mitbekommen, für mich gab's daher eh eigentlich immer nur ein Deutschland, ich kann mich lediglich an die Tagesschau von vor 20 Jahren erinnern, wie sie die Bilder aus Berlin gezeigt haben. Zurückblickend doch sehr beeindruckend, wenn auch wohl für viele Deutsche unwichtig, zumindest kommt es mir phasenweise so vor, dass sich viele dafür nicht wirklich interessieren.


YouTube- Tagesschau vom 10. November 1989

Der Spiegel hat etliche alte Videos und Bilder zum Mauerfall online: http://www.spiegel.de/thema/mauerfall/

Racoon
10.11.2009, 11:18
Ich finds leider traurig, dass man bis heute nicht geschafft hat, von "einem" Land zu sprechen - zumindest seitens der Medien. Es wird noch immer zwischen Ost und West unterschieden.

Dione
10.11.2009, 22:07
Ich finds leider traurig, dass man bis heute nicht geschafft hat, von "einem" Land zu sprechen - zumindest seitens der Medien. Es wird noch immer zwischen Ost und West unterschieden.
Sieht man ja auch wieder an BB, man hofft damit eben immer wieder, dass was "Tolles" passiert. Aber ich find's auch ätzend, dass z.B. die Gehälter zwischen Ost und West für ein und denselben Job unterschiedlich sind. Das war vielleicht die ersten Jahren noch gerechtfertigt, aber nach 20 Jahren?

manni-mammut
10.11.2009, 23:46
Durch die Mauer dürfte jeder nun mal schon durchgegangen sein

4469

Racoon
11.11.2009, 11:18
nein, noch nicht

Boni
13.11.2009, 00:09
genau rac, nicht jeder :D

Blue
13.11.2009, 01:28
Ich war 16 als die Mauer fiel. Ich seh keinen Unterschied mehr zwischen Ost und West. Jeder der heute noch einen Unterschied zwischen Ossis und Wessis macht, gehört zu den ewig Gestrigen.

manni-mammut
13.11.2009, 01:48
Ich war 16 als die Mauer fiel. Ich seh keinen Unterschied mehr zwischen Ost und West. Jeder der heute noch einen Unterschied zwischen Ossis und Wessis macht, gehört zu den ewig Gestrigen.

genau:top:, aber krieg das mal aus den Köpfen der "ewig Gestrigen"

Mohrle
13.11.2009, 03:41
Ich war 16 als die Mauer fiel. Ich seh keinen Unterschied mehr zwischen Ost und West. Jeder der heute noch einen Unterschied zwischen Ossis und Wessis macht, gehört zu den ewig Gestrigen.

Leider gibt es aber noch die Unterschiede zwischen Ost und West, da brauchst Du Dir nur mal die Löhne anzuschauen. Die Leute im Osten werden wesentlich schlechter bezahlt als im Westen.

Dione
13.11.2009, 12:48
Leider gibt es aber noch die Unterschiede zwischen Ost und West, da brauchst Du Dir nur mal die Löhne anzuschauen. Die Leute im Osten werden wesentlich schlechter bezahlt als im Westen.
Ich würd' jetzt mal vermuten, Blue meinte eher, dass es zwischen den Leuten aus'm Westen und Osten keine Unterschiede gibt und von daher die dämliche Unterscheidung sinnlos ist. Wir haben z.B. auch immer noch Unterschiede in den Löhnen zwischen Männern und Frauen, die sind genauso wenig gerechtfertigt, trotzdem -zumindest hab ich das Gefühl- ist die Abwertung von Ossis im Vergleich zu Wessis wesentlich höher als bei "Frau vs. Mann".

woodstock
13.11.2009, 12:54
genau:top:, aber krieg das mal aus den Köpfen der "ewig Gestrigen"

Und das ausgerechnet von dir. Witzig. :D

Markus
08.06.2010, 15:15
irgendwie finde ich es eigenartig. ich habe ja auch einige ältere Arbeitskollegen oder Handwerker die für meinen Betrieb arbeiten, die gebürtig aus dem Osten unseres Landes stammen. Viele wollen am liebsten zurück in das alte DDR System und träumen von den guten alten Zeiten. Das hört man auch im Fernsehen in Dokus usw ja auch öfters. Ich finde das irgendwie eigenartig.

Mohrle
08.06.2010, 15:38
irgendwie finde ich es eigenartig. ich habe ja auch einige ältere Arbeitskollegen oder Handwerker die für meinen Betrieb arbeiten, die gebürtig aus dem Osten unseres Landes stammen. Viele wollen am liebsten zurück in das alte DDR System und träumen von den guten alten Zeiten. Das hört man auch im Fernsehen in Dokus usw ja auch öfters. Ich finde das irgendwie eigenartig.

Das kann man vielleicht auch nicht nachvollziehen wenn man nicht selbst dort gelebt hat.
Ich will nicht sagen das das Leben damals besser war, aber es war anders.

Ich hatte gerade am Wochenende das Thema mit einer Freundin. Wenn ich z.B. an die Arbeit denke zu DDR-Zeiten. Wir haben in der Woche viel länger gearbeitet als jetzt ( 43,75 h ) und hatten weniger Urlaub ( 18 Tage ), aber man war nicht so gestreßt wie es heutzutage bei der Arbeit ist. Das ganze Umfeld war anders, es war mehr ein Miteinander als ein Gegeneinander. Man wußte, wenn man nicht selbst den Arbeitsplatz wechselt dann kann man da arbeiten bis zur Rente. Wenn es Probleme gab, dann wurde zusammen eine Lösung gesucht und nicht das einer den anderen anschwärzt.

Oder die soziale Sicherheit, wenn man krank war dann ging man zum Arzt und fertig. Man hat Medikamente bekommen und wurde krankgeschrieben. Heute trauen sich viele nicht zum Arzt weil sie Angst haben bei Krankschreibung den Arbeitsplatz zu verlieren und Medikamente sind auch manchmal ein extremer Kostenfaktor in der Haushaltskasse.

Oder die Kinderbetreuung. Es ging von der Kinderkrippe über den Kindergarten in die Schule und anschließender Hortbetreuung. Nach der Schule wußte man, geht das Kind entweder weiter auf die Schule um zu studieren oder kriegt eine Lehrstelle. Zwar nicht unbedingt die Wunschlehrstelle, aber die Eltern wußten das Kind kommt irgendwie unter und nicht wie heute, wo Du Dich echt fragen musst was aus dem Kind mal wird.

Das sind nur einige Beispiele. Klar gab es auch viele negative Seiten, aber man erinnert sich seltsamerweise überwiegend an die positiven Sachen.

schneggi
08.06.2010, 15:44
es war eben bequem, man hat alles vor den Arsch getragen bekommen und brauchte nicht viel dabei denken. nun muss man sich um alles selber kümmern und hat dabei immer das Gefühl, dass man beschissen wird :D und es war billig. klar, dass viele sich das zurück wünschen

Mohrle
08.06.2010, 15:55
es war eben bequem, man hat alles vor den Arsch getragen bekommen und brauchte nicht viel dabei denken. nun muss man sich um alles selber kümmern und hat dabei immer das Gefühl, dass man beschissen wird :D und es war billig. klar, dass viele sich das zurück wünschen


Ich empfand es überhaupt nicht als bequem und wieso hat man alles vor den Arsch getragen bekommen und brauchte nicht zu denken? Ich habe das anders kennengelernt.

Wenn ich allein dran denke wie man manchmal rotieren musste um Waren des täglichen Bedarfes zu organisieren, geschweige denn mal besondere Sachen die man eventuell sich gewünscht hat. Als Kind fand ich es alles andere als bequem mich in den Ferien am Freitag oder Samstag um 6.30 Uhr beim Fleischer anzustellen, damit man um 9.00 Uhr wenn der Fleischer geöffnet hat mal andere Wurst als Mettwurst und Leberwurst zu bekommen. Oder wenn man nicht gerade bekannt beim Bäcker war und Sachen vorbestellen konnte, sich am Freitag 1 Stunde vor Öffnungszeit anzustellen damit man fürs Wochenende auch Weißbrot oder Brötchen bekommt. Wenn ich an Weihnachten denke, da hat man sich im Sommer schon Gedanken gemacht was könnte man schenken und ist dann auf die Jagd gegangen, damit man das auch wirklich Weihnachten hatte.

Bei der Arbeit war es auch nichts anderes, ich war in der Materialwirtschaft und durfte Material ranorganiseren. Was meinst Du was wir da denken mussten um das Zeug ranzuschaffen und über Umwege zu organisieren. Oder wenn Produktionsstillstand drohte und mal wieder kein Fahrzeug zur Verfügung stand, wie oft sind wir dann mit 2 Kollegen mit Zügen durch die Republik gescheucht worden, um mal kurz 20 kg Schrauben oder Nägel als Überbrückung für die Produktion zu besorgen. Bequem war das auch nicht gerade.

Im Gegenteil, wenn man Geld hat ist es heute einfacher weil man alles kaufen kann und braucht dabei nicht zu denken.

schneggi
08.06.2010, 16:23
aber musstest du dich drum kümmern, wo du krankenversichert bist, was das dann kostet, musstest du ne Steuererklärung machen, musstest du gucken, wo du dein Kind unterbringst und was das kostet? nein. und das meine ich mit: man musste nicht nachdenken, denn das tägliche Leben wurde für einen organisiert.
scheiß auf die Engpässe. ich hab kein Trauma, weil ich mich als Kind nach Melonen anstellen musste. denn wenn ich sie dann hatte, und ich hab sie nicht auf dem Weg vom Konsum nach Hause noch runtergeschmissen :cschaem: dann war das ziemlich toll. und das ist, an was ich mich heute noch gerne erinnere

das Glas ist eben immer halb leer oder halb voll

Mohrle
08.06.2010, 17:48
Nein, musste ich natürlich nicht. Deshalb hab ich ja vorhin gesagt das das die guten Sachen waren und wir halt anders gelebt haben. Deshalb würde ich es aber nicht als bequem bezeichnen. Wir hatten halt keine Existenzangst in dem Sinne, wie sie jetzt ist.

Markus
08.06.2010, 19:29
Das kann man vielleicht auch nicht nachvollziehen wenn man nicht selbst dort gelebt hat.
Ich will nicht sagen das das Leben damals besser war, aber es war anders.

Ich hatte gerade am Wochenende das Thema mit einer Freundin. Wenn ich z.B. an die Arbeit denke zu DDR-Zeiten. Wir haben in der Woche viel länger gearbeitet als jetzt ( 43,75 h ) und hatten weniger Urlaub ( 18 Tage ), aber man war nicht so gestreßt wie es heutzutage bei der Arbeit ist. Das ganze Umfeld war anders, es war mehr ein Miteinander als ein Gegeneinander. Man wußte, wenn man nicht selbst den Arbeitsplatz wechselt dann kann man da arbeiten bis zur Rente. Wenn es Probleme gab, dann wurde zusammen eine Lösung gesucht und nicht das einer den anderen anschwärzt.

Oder die soziale Sicherheit, wenn man krank war dann ging man zum Arzt und fertig. Man hat Medikamente bekommen und wurde krankgeschrieben. Heute trauen sich viele nicht zum Arzt weil sie Angst haben bei Krankschreibung den Arbeitsplatz zu verlieren und Medikamente sind auch manchmal ein extremer Kostenfaktor in der Haushaltskasse.

Oder die Kinderbetreuung. Es ging von der Kinderkrippe über den Kindergarten in die Schule und anschließender Hortbetreuung. Nach der Schule wußte man, geht das Kind entweder weiter auf die Schule um zu studieren oder kriegt eine Lehrstelle. Zwar nicht unbedingt die Wunschlehrstelle, aber die Eltern wußten das Kind kommt irgendwie unter und nicht wie heute, wo Du Dich echt fragen musst was aus dem Kind mal wird.

Das sind nur einige Beispiele. Klar gab es auch viele negative Seiten, aber man erinnert sich seltsamerweise überwiegend an die positiven Sachen.

nun leider war es mir nur vergönnt einen zwei wöchigen Eindruck der damaligen DDR zu gewinnen und mir war auch klar das ich in einem Vorzeigebungalowcamp am Scharmützelsee untergebracht war. Dort waren nämich ausschließlich Jugendliche aus westlichen Ländern untergebracht. Aber ich konnte es dem Camp auch heraus und habe Ostberlin und Königswusterhausen besucht. Sicherlich sind die Dinge die du hier aufführst alle positiv und ich wäre froh wenn einem sowas heutzutage auch von Staatsseite angeboten werden würde. Das ist aber wohl nur wunschdenken. Mir ist damals auch audgefallen das die Menschen dort von der Grundversorgung alles hatten, mir ist aber auch aufgefallen das die Infrastrukur schon sehr am bröckeln war. Häuser, Straßen usw waren teilweise in einem sehr schlechten Zustand. Ich meine gerade die öffentlichen Einrichtungen. Da stellt man sich natürlich die Frage um welchen Preis eben diese soziale Rundumbetreuung zustande gekommen ist. Ich denke aber eh es ist schwer wirklich darüber zu diskutieren. Heute leben wir halt alle zusammen und müssen eben das beste daraus machen.

schneggi
08.06.2010, 19:53
wenn ich bedenke, dass wir zB 45 Mark Miete bezahlt haben, war ja mal klar wie Kloßbrühe, dass ein Vermieter- oder bei den Arbeiterschließfächern die Gemeinde - davon ein Haus nicht in Schuss halten konnte. da war doch vorprogrammiert, das alles irgendwann verkommt und verfällt.
und wenn ein Brötchen 6 Pfennig kostet und n Schwarzbrot 51 Pfennig (ein Glas Bier übrigens auch :)) und man das deswegen geramscht hat (also jetzt das Brot) um es an die Schweine und Schafe zu verfüttern..... da is was faul. jeder Mist war subventioniert. deswegen hatten doch auch viele so viel Kohle. nicht umsonst ham se unsere Ostmark schön erst mal abgewertet, als wir sie in die D-Mark umtauschen mussten. bei 1:1 hätten wir nämlich die ganze bunte Republik leer gekauft :ygrins:

Markus
08.06.2010, 20:01
wenn ich bedenke, dass wir zB 45 Mark Miete bezahlt haben, war ja mal klar wie Kloßbrühe, dass ein Vermieter- oder bei den Arbeiterschließfächern die Gemeinde - davon ein Haus nicht in Schuss halten konnte. da war doch vorprogrammiert, das alles irgendwann verkommt und verfällt.
und wenn ein Brötchen 6 Pfennig kostet und n Schwarzbrot 51 Pfennig (ein Glas Bier übrigens auch :)) und man das deswegen geramscht hat (also jetzt das Brot) um es an die Schweine und Schafe zu verfüttern..... da is was faul. jeder Mist war subventioniert. deswegen hatten doch auch viele so viel Kohle. nicht umsonst ham se unsere Ostmark schön erst mal abgewertet, als wir sie in die D-Mark umtauschen mussten. bei 1:1 hätten wir nämlich die ganze bunte Republik leer gekauft :ygrins:

:clol:


als ich damals da war, musste ich ja nichtmal zwangsumtauschen. Ich hab dort dann mit einem Jugendlichen getauscht und zwar 1:2. Der hat sich damals gefreut. ich hatte also 100 Ostmark und die hab ich in zwei Wochen nicht geschafft auszugeben. Da konnte ich jeden Tag Faßbrause trinken und Broiler essen bis zum umfallen. Dem Eismann am Strand hab ich am ersten Tag 5 D Mark gegeben, da hatte ich dann auch eine Eisflatrate.

schneggi
08.06.2010, 20:05
:clol:


als ich damals da war, musste ich ja nichtmal zwangsumtauschen. Ich hab dort dann mit einem Jugendlichen getauscht und zwar 1:2. Der hat sich damals gefreut. ich hatte also 100 Ostmark und die hab ich in zwei Wochen nicht geschafft auszugeben. Da konnte ich jeden Tag Faßbrause trinken und Broiler essen bis zum umfallen. Dem Eismann am Strand hab ich am ersten Tag 5 D Mark gegeben, da hatte ich dann auch eine Eisflatrate.

und der arme Kerl war dann wegen dir bei der Stasi gelistet, weil er die schönen 5 D Mark gleich im nächsten Intershop umgesetzt hat :ygrins:

Dione
08.06.2010, 20:48
Und wer hat den Spaß finanziert? Ich lebe lieber in einem Land, in dem nicht alles so easy ist, ich aber nicht Angst haben muss, dass morgen wer ankommt und ich auf einmal meine Staatsbürgerschaft wechseln muss, weil die Regierung bankrott ist. Ich seh allerdings auch nichts Schlechtes daran, dass man sich ab und an mal durchbeißen muss, wenn man es zu was bringen will. Dafür habe ich alle Freiheiten, ich kann gehen, wohin ich will. Ich brauch keinen Ausreiseantrag oder irgendeinen Schmarn.
Ich wünsch mir jeden Monat mindestens 10 Kinder, die ich auf meine Steuerkarte packen könnte, damit ich weniger Abzüge hab, aber was soll's. Mein Studium wurde jahrelang indirekt durch Steuerzahler mitfinanziert, ich weiß gar nicht, ob ich in der DDR überhaupt hätte studieren dürfen, wahrscheinlich eher nicht. Von daher muss ich jetzt eben auch nett zahlen, so wie alle anderen davor auch. Hat eben alles Vor- und Nachteile, aber ich würde mich immer für meine "Freiheit" anstelle eines bequemen Lebens entscheiden.

Mohrle
08.06.2010, 23:14
Eben, wie ihr so schön sagt hat es alles seine Vor- und seine Nachteile. Komischerweise denkt der Mensch halt lieber an das Gute zurück, als auch an die negativen Seiten.

Aber ich merke auch das wohl Schneggi anders aufgewachsen ist als ich, weil ich kann eigentlich aus meinem Familien- oder Bekanntenkreis keinen sagen der viel Kohle in der DDR hatte. Klar waren Mieten und Grundnahrungsmittel subventioniert und die Kinderbetreuung war auch kostenlos, aber dafür waren dann andere Sachen um so teurer.

Nur mal als Beispiel einige Preise die mir noch einfallen:
125 g Kaffee 8,75 Mark
1 Strumpfhose 9,50 Mark oder 14,50 Mark
1 Glas gekörnte Brühe ( Delikat ) 3,50 Mark
1 Büchse Pfirsiche ( Delikat ) 12,50 Mark
1 Büche Ananas 18,00 Mark
1 Büchse Trinkfix ( Kaba ) 8,00 Mark
1 Tafel gute Schokolade 3,85 Mark
1 Stück Butter 2,10 Mark
1 Flasche Schnaps 0,7 l 14,50 Mark
1 LP 16,00 Mark
1 Kassette 60 Min. zum Aufnehmen von Musik 20,00 Mark
1 Schwarz/weiß Fernseher ca. 2.100 Mark
1 Farbfernseher 4.000 Mark
1 Radio-/Kassettenplayer 2.100 Mark
1 Kühlschrank 1.100 Mark
1 Trabant ( normal über Voranmeldung Standardausführung ) ca. 12.000 Mark


Wie teuer Klamotten für Erwachsene waren kann ich nicht mal sagen, weil meine Oma viel selbst genäht hat, weil es schlecht was gab. Aber ich kann mich erinnern das ich mir einmal im Exquisit-Laden einen Pullover geleistet habe und dafür 180 Mark bezahlt habe.

Dazu als Vergleich mein Einkommen:
Als Bürokauffrau ( Vollzeit ) in einem Industriebetrieb habe ich im ersten Jahr nach der Lehre 425 Mark ausgezahlt bekommen ( aber auch nur weil ich die Lehre mit 1 abgeschlossen habe, ansonsten war es pro Zensur schlechter 20 Mark weniger ) und habe mich in den 3 Jahren bis zur Wende auf 453 Mark hochgearbeitet.